{"id":1572,"date":"2024-05-10T17:16:00","date_gmt":"2024-05-10T15:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/davidmarmet.com\/?p=1572"},"modified":"2024-11-25T19:36:09","modified_gmt":"2024-11-25T18:36:09","slug":"energie-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/davidmarmet.com\/?p=1572","title":{"rendered":"Energie II"},"content":{"rendered":"\n<p>K\u00fcrzlich stiess ich beim Bibellesen auf eine Aussage, die ich noch nie so wahrgenommen habe. Gott l\u00e4dt 74 M\u00e4nner ein, sich ihm zu nahen. Mose, Aaron, zwei von Aarons S\u00f6hnen und 70 der \u00c4ltesten des Volkes gehen zu Gott auf den Berg. Und dann steht dort: \u201cund sie schauten Gott und assen und tranken.\u201d (2. Mose 24,11 ELB)<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens finde ich es besonders, dass sie Gott schauten. Was bedeutet das genau? Wie sah er aus? Und was ist mit \u201cniemand hat Gott je gesehen\u201d (Joh. 1,18)? Aber mal abgesehen, von der Frage, wie das mit dem \u201cSchauen\u201d ging, sprach mich ihre Reaktion auf diesen unglaublichen Moment an: sie assen und tranken! Was assen sie? Woher kam das Essen? Aber warum essen und trinken sie und knien nicht anbetend am Boden?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es passt so gut ins biblische Narrativ. Als \u201cdie F\u00fclle Gottes leibhaftig\u201d (Kol. 2,9) unter den J\u00fcngern war, assen und tranken sie auch h\u00e4ufig zusammen. Auch gerade vor dem H\u00f6hepunkt der christlichen Geschichte, dem Tod und der Auferstehung Christi, essen sie zusammen und Jesus nutzt das gemeinsame Essen und Trinken, um ein Ritual zu seiner Erinnerung einzuf\u00fchren, das meiner Meinung nach viel zu stark vergeistigt wurde, anstatt es mit allen Sinnen zu erfahren und zu feiern. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Begegnung mit Gott sollen wir mit Genuss verbinden. Die Begegnung mit Gott ist Genuss. Und zwar mit allen Sinnen. Aber klar, nicht nur mit den f\u00fcnf Sinnen: \u201cDer Mensch lebt nicht vom Brot allein\u2026\u201d Aber eben auch vom Brot. Jesus, kaum aus Bethlehem, dem Haus des Brotes (BJT LCM, 2_10_400 30_8_40, <strong>TW490<\/strong>, \u05d1\u05d9\u05ea \u05dc\u05d7\u05de) Er nennt sich selbst das Brot. Sein Brot f\u00fchrt zur Vollkommenheit (\u00a0TMJM, 400_40_10_40, <strong>TW490<\/strong>, \u05ea\u05de\u05d9\u05de). Die tiefgreifende, volksver\u00e4ndernde Begegnung mit Gott kommt nach dem Mahl auf dem Berg, als Mose zu ihm in die Wolke hinein steigt. Die tiefe Begegnung mit Gott kommt, wenn wir satt und sicher sind. Dann k\u00f6nnen wir die empfangene Energie auf ihn ausrichten und in seinem Sinne hineinwirken in die Gesellschaft. Behalten wir aber die Energie f\u00fcr uns und nutzen sie nur f\u00fcr uns, dann wird der Genuss mit den f\u00fcnf Sinnen zur V\u00f6llerei, der zweiten Tods\u00fcnde.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst Suppe und Seife, dann werden wir bereit seine Worte zu h\u00f6ren, die unser Inneres n\u00e4hren und uns Seelenheil bringen werden. \u201cDer Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.\u201d (5. Mose 8,3)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/YzFUXKk2B4I?si=nof4yNNv38b2_5uF\">Rabbi Friedman<\/a> erz\u00e4hlt eine wundersch\u00f6ne Geschichte von der Prinzessin, die einen Bauern heiratet. Sie ziehen zusammen auf seine Farm. Er gibt sich alle erdenkliche M\u00fche, der Prinzessin alles zu geben, was sie braucht. Kartoffeln, Karotten, ein dichtes Dach \u00fcber dem Kopf. Trotzdem wird die Prinzessin immer ungl\u00fccklicher. Als er sich schlussendlich doch durchringt sie zu fragen, was ihr denn eigentlich fehlt, erz\u00e4hlt sie ihm vom Leben am Hof. Dort gab es einen wundersch\u00f6nen, botanischen Garten mit allen m\u00f6glichen fremdartigen Pflanzen, Musiker kamen und erf\u00fcllten die Hallen mit ber\u00fchrenden Kl\u00e4ngen, Dichter stimulierten den Intellekt mit ihrer Poesie. Sie vermisste den K\u00f6nigshof.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist ein Bild f\u00fcr den K\u00f6rper, der unsere Seele, die Prinzessin, beheimatet. Auch wenn wir ihr alles geben, was sie braucht, dass sie in uns wohnen kann, aber wir vergessen Musiker, Poeten und Wissenschaftler einzuladen, die ihr etwas von dem bringen, das sie von zu Hause kennt, dann wird sie vergr\u00e4men. K\u00f6nnte es nicht sein, dass unsere Jugend und eigentlich die ganze Gesellschaft an diesem Heimweh erkrankt sind? Unsere h\u00f6chsten Gesundheitskosten werden von psychischen Erkrankungen ausgel\u00f6st. Der Schweizer K\u00f6rper ist verw\u00f6hnt, aber die Volksseele leidet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Heimat ist im Wort, im Logos, in Jesus Christus, in Gott dem Sch\u00f6pfer. &#8222;Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.&#8220; (R\u00f6mer 11,36, LUT). Suppe und Seife allein sind nicht genug. Wir sehnen uns nach unserer Heimat in Gott. Wir verlangen nach dem Reich des Himmels.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich stiess ich beim Bibellesen auf eine Aussage, die ich noch nie so wahrgenommen habe. Gott l\u00e4dt 74 M\u00e4nner ein, sich ihm zu nahen. 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