{"id":1394,"date":"2023-12-15T16:24:04","date_gmt":"2023-12-15T15:24:04","guid":{"rendered":"https:\/\/davidmarmet.com\/?p=1394"},"modified":"2023-12-14T18:29:44","modified_gmt":"2023-12-14T17:29:44","slug":"erinnere-dich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/davidmarmet.com\/?p=1394","title":{"rendered":"Erinnere dich&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Als Kind und jugendliche Person fragte ich mich oft, warum ich in der Bibel lesen soll. Ich wusste zwar, dass MAN das als Christ tut und deshalb tat ich es auch &#8211; mit mehr oder weniger Begeisterung. Manchmal war es ja schon spannend, aber oft ein M\u00fcssen und einfach langweilig. Vor allem, wenn die Wiederholungen kamen: &#8222;Der Gott  Abrahams, Isaaks und Jakobs&#8230;. uns aus der Sklaverei in die W\u00fcste f\u00fchrte &#8230;. ins verheissene Land&#8220;&#8230; blablabla. &#8220; (Petrus tut dies in seiner Rede an Pfingsten, genauso wie Stephanus vor seiner Steinigung &#8211; verr\u00fcckt, wenn wir uns vor Augen f\u00fchren in welcher Situation er sich in diesem Moment befand, &#8211; und dann nat\u00fcrlich Paulus). Im alten Testament sind es die Aufz\u00e4hlungen und Gesetzte, die mir die Augen schwer werden liessen: &#8222;Aus diesem Stamm so und so viele M\u00e4nner und aus jenem Stamm so und so viele M\u00e4nner &#8230;. die L\u00e4nge der Stangen so und so viele Ellen und die Gef\u00e4sse&#8230; blablabla&#8230; haltet meine Gebote&#8230; blablabla&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Erst in der Bibelschule begann sich das gr\u00f6ssere Bild in meine Kopf zu formen. Die Wiederholungen sind nicht da um uns zu langweilen, sondern damit wir uns erinnern. Wie gerne habe ich als Kind in meinem Fotoalbum gebl\u00e4ttert, sowie auch in dem meiner Eltern. Oft fragte ich meine Mutter nach der Geschichte eines bestimmten Bildes. Es ist wichtig f\u00fcr jeden Menschen zu Wissen, woher er\/sie kommt und zu wem wir geh\u00f6ren. Das gibt uns Stabilit\u00e4t und Vertrauen im Leben und das Wissen, dass wir richtig und wichtig sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Shabbat ist auch eine solch wiederkehrende Erinnerung an Gottes Bund, seine Taten und seine Verheissungen. Ein Tag an dem wir innehalten, reflektieren, tr\u00e4umen und uns erinnern. Besonders jetzt kurz vor dem Jahreswechsel bietet sich die Zeit an, um auf das vergangene Jahr zur\u00fcckzuschauen. Was haben wir nicht alles erlebt!<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein langer Prozess, bis ich verstanden habe, was gemeint ist mit diesen Wiederholungen und den Erinnerungen. Wie beim Volk Israel, da hat es auch nicht so geklappt mit dem Erinnern. Immer wieder haben sie vergessen, wer sie aus der Sklaverei gef\u00fchrt hat, haben sich auf Riten und Br\u00e4uche der Nachbarv\u00f6lker eingelassen und haben andere G\u00f6tter angebetet und da gings bergab mit ihnen. Das mit dem Erinnern scheint doch nicht so einfach zu sein. Wir brauchen Zeit daf\u00fcr &#8211; Zeit um uns zu erinnern was er schon alles in unserem Leben getan hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor fast 12 Monaten habe ich mich auf eine Herausforderung eingelassen. Ich lese die ganze Bibel in einem Jahr. Ich bin ganz ehrlich, die H\u00e4lfte verstehe ich immer noch nicht und im Alten Testament gibt es entschieden zu viel Mord und Todschlag und doch lese ich heute mit anderen Augen als vor 15 Jahren als ich aufh\u00f6rte in der Bibel zu lesen. (Ja mittlerweile lese ich wieder in der Bibel. Ich konnte ja schlecht eine Bibelschule machen ohne die Bibel zu lesen \ud83d\ude09 Je mehr Zusammenhang ich habe, desto mehr verstehe ich. Und die Erkenntnisse, die ich gewinne \u00fcberraschen mich immer wieder. Oft hilft mir auch ein Video von Bible-Project um mir einen \u00dcberblick \u00fcber ein Buch zu beschaffen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wo ich doch schon dabei bin ehrlich zu sein, dann war das Buch Hiob der erste Brocken, denn es zu verdauen gab&#8230; so viele Worte und Meinungen, das mir nach dem Lesen der Kopf schwirrte, aber wie auch immer. Dann gab es auch wieder spannende Momente mit dem Hirtenjungen David, der K\u00f6nig wird. Doch dann kam wiederum der Prophet Hezekiel und auch Jeremiah&#8230; (dieser Mensch war extrem negativ &#8211; wenn ich das so sagen darf &#8211; und wiederholend &#8211; depressiv&#8230; wie auch immer ihr weisst was ich meine). Oft konnte ich aber auch Gottes flehende Stimme zwischen den Zeilen lesen, die darum bat geh\u00f6rt zu werden: &#8222;Ich meine es gut mich euch. Seht ihr das denn nicht? W\u00e4hlt das Leben, lasst euch nicht auf b\u00f6se Machenschaften ein. Ich liebe euch, was immer auch kommen mag.&#8220; Viele sch\u00f6ne Verheissungen und Worte des Trostes sind mir begegnet in diesem &#8222;Bibel-Jahr&#8220;. Bald bin ich also fertig mit meiner &#8222;Ein-Jahres-Challenge&#8220; und wie geht es wohl weiter mit meiner Bibellesegeschichte?<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren hat Gott mein Herz ver\u00e4ndert und ich verbringe gerne Zeit mit meinem Papa Gott, nicht nur beim Lesen der Bibel auch sonst im Zweigespr\u00e4ch. Von grossen M\u00e4nner und Frauen, die uns vorausgegangen sind, wissen wir, dass sie oft viel Zeit mit Gott verbrachten. Ich denke, das ist ein Geheimnis, das es zu entdecken gilt; Mir die Zeit zu nehmen und zu h\u00f6ren, zu lesen, zu forschen, zu entdecken. Wie in Spr\u00fcche 25,2: &#8222;Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der K\u00f6nige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen.&#8220; Also machen wir uns auf, wir K\u00f6nigskinder, und gehen auf Entdeckungsreise!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Kind und jugendliche Person fragte ich mich oft, warum ich in der Bibel lesen soll. Ich wusste zwar, dass MAN das als Christ tut und deshalb tat ich es auch &#8211; mit mehr oder weniger Begeisterung. 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