Die Jubeljahre und das Jahr 2067

Neben den eindrücklichen Details von Gottes Umsetzung seines Planes mit Jerusalem, war für mich das Besondere am Buch “Das Orakel” von Jonathan Cahn, die Übereinstimmung mit der Chronologie von Paul Gerhard Zint. Der Physiker Zint hat eine Chronologie der Bibel erstellt, die rein auf biblischen Aussagen basiert und zusätzlich eine eindrückliche Schönheit und Präzision auf der Zahlenebene vorweist. Dies gibt so viel Mut und Hoffnung, dass Gott wirklich einen Plan hat mit der Menschheit und auch fähig ist diesen umzusetzen.

Im 3. Buch Moses 25,10 ordnet Gott ein sogenanntes Jahr der Freilassung und des Jubels an. In jedem fünfzigsten Jahr soll die Freiheit, bzw. Freilassung ausgerufen werden und jeder soll wieder zu seinem Grundbesitz zurückkehren. Diese Ordnung wurde nie umgesetzt von den Israeliten. Doch Gott achtete trotzdem auf diese Jahre. . 

Im Jahr 17. n. Chr. war gemäss Zint das Jahr 4250 a. H. (anno hominum). Dies war also das 85. Jubeljahr. Er beschreibt in seinem Dokument zum Thema Jubeljahre, dass die Juden gemäss dem Babylonischen Talmud in der 85. Jubeljahrperiode den Messias erwarteten. Jesus wurde während dieser 85sten 50-Jahr-Periode geboren (4230 a.H.). Im 85. Jubeljahr selbst wurde er 20 Jahre alt und damit einsatzfähig. Aus biblischer Sicht wurde ein Mann im Alter von 20 Jahren reif Opfer zu bringen (2. Mose 30,14) und Kriegsdienst zu leisten (4. Mose 1,3). Jesus wurde also in diesem Jahr reif, um als Priester und König eingesetzt zu werden. 

Von einem äusseren Sichtpunkt war das nächste Jubeljahr ein Jahr des Verlusts, denn der Feldherr Titus Falvius Vespasian wurde von Kaiser Nero gesandt den jüdischen Aufstand in Palästina niederzuschlagen. Er fiel im Frühjahr 67 n. Chr. in Galiläa ein. Israel verlor sein Land. Es war das 86. Jubeljahr. Das Wort für Gott “Elohim” hat einen Totalwert von 86. „Elohim“ ist die Mehrzahl des Wortes für Macht, also “alle Mächte vereint” sozusagen. In diesem Jahr zeigte Gott seine Macht. Die wirkliche Macht, die Erlösung brachte, wuchs durch die Botschaft von Jesus heran. Mit Jesus, dem Messias, und Paulus seinem Apostel ruft Gott Freiheit für die ganze Schöpfung aus (zBsp. Römer 8,20+21). Seit den ersten Jesus-gläubigen Juden warten wir nun auf die Wiederkehr des Königs Jesus, der Frieden auf die Welt bringen werden wird. 

Einige Schritte hin zu Freiheit und Rückkehr sind bereits sichtbar geworden. Einige Jubeljahre hat Gott schon ausgerufen. Zuerst für die Juden und dann für alle. Wir dürfen gespannt sein, was im nächsten Jubeljahr im Jahr 1967 in Israel und Jerusalem passieren wird. Es ist das 126ste Jubeljahr seit Adam und das 40ste seit Jesus eingesetzt wurde. Wird Gott die 40 Jahre Wüste seines Volkes beenden und sie in eine neue Freiheit führen?

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist der letzte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Teil 4: Die Klagemauer und die Löwen

Teil 5: Jerusalem und die 50-Jahr-Schritte

Jerusalem und die 50-Jahr-Schritte

Als das jüdische Volk 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg wieder Zugang zum Tempelberg erlangte und ganz Jerusalem vereinte, weigerten sich die Nationen Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. 

Roosevelt, starb gerade zu Beginn seiner vierten Amtszeit im Jahr 1945. Sein Nachfolger wurde der Vizepräsident Harry Truman. Er war ein Mann mit tiefem Mitgefühl für das jüdische Volk. Ende November 1947 stimmte die USA an der UN-Vollversammlung der Resolution zu, die Israel wieder zu einer Nation werden lassen sollte. Das Vereinigte Königreich enthielt sich seiner Stimme, obwohl sie 1917 so entscheidend mitgeholfen hatten das Land für das jüdische Volk zurückzuerobern. 

In 1. Mose 12 steht, wer Abraham (und mit ihm seinen Nachfahren) Gutes wünsche, werde auch von Gott Gutes erfahren. Nach 1947 nahm der Einfluss des Vereinigten Königreiches weltweit ab und die USA lösten sie als Weltmacht ab. 

Mitte der 90er Jahren forderte der US-Senat, dass Jerusalem als Hauptstadt Israels durch die USA anerkannt werden solle. Der damals, amtierende Präsident verzögerte jedoch die Umsetzung um ein halbes Jahr durch eine Ausnahmeregelung. Die Anerkennung wurde so halbjährlich hinausgeschoben bis Donald Trump im Dezember 2017 folgende Erklärung abgab: “Heute erkennen wir das Offensichtliche an: dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.” (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s.344) 70 Jahre davor hatten die USA unter der Präsidentschaft von Truman den Staat Israel anerkannt und nun unter Trump folgte auch die Anerkennung Jerusalems als ihre Hauptstadt.

1817 wurde Carl August Ferdinand Schwartz geboren. Er berief 1867 ein erstes Treffen von messianischen Juden ein, an dem über ein eigenes Land für das jüdische Volk gesprochen wurde. Kurz danach fuhr Mark Twain los um (unbewusst) die Prophezeiung vom “Ausländer aus einem fernen Land” zu erfüllen, der den schlechten Zustand Palästinas beschreiben würde. Im selben Jahr vermass Warren Jerusalem und die Osmanen begannen Land an Ausländer und somit auch an jüdische Käufer abzutreten. 1917 wurde Jerusalem durch die Briten erobert und den Zionisten versprochen. 1967 ging Jerusalem dann gänzlich an Israel im Sechs-Tage-Krieg. Und 2017 wurde dies dann auch von der amtierenden Weltmacht USA anerkannt. 

Was bedeuten diese 50-Jahres-Schritte?

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der fünfte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Teil 4: Die Klagemauer und die Löwen

Die Klagemauer und die Löwen

Am 14. Mai 1948 erklärte sich Israel unabhängig vom Völkerbundsmandat. Damit war der Staat Israel gegründet. Gleich am nächsten Tag griffen 6 arabische Staaten Israel an um den neuen Staat gleich wieder zu zerstören. Die jüdischen Streitkräfte konnten aber der Angriff grössten Teils abwehren und sogar grosse Gebiete des Landes erobern. Das jüdische Viertel der Altstadt jedoch ging an Jordanien verloren. Dadurch blieb den Juden der Zugang zu ihrem heiligsten Ort, der Klagemauer, verwehrt. 

Neunzehn Jahre später, im Juni 1967, erzwang Ägypten den Abzug der UN-Truppen aus Ägypten und besetzte die Grenze zu Israel. Auch Syrien und Jordanien fuhren ihre Panzer an der Grenze zu Israel auf. Mit einem Präventivschlag zerstörte die israelische Luftwaffe in einem überraschenden Blitzangriff die Luftwaffe der umliegenden arabischen Nationen. (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s. 266)

Die Harel-Brigade eroberte die Bergkette im Umfeld von Jerusalem. Damit ebnete sie den Weg zur Wiederherstellung von Jerusalem. Ihr Kommandant war Oberst Ben Ari. Ari bedeutet in Hebräisch “Löwe” und Harel bedeutet “Berg Gottes”. Jesaja prophezeite rund 2700 Jahre vorher, wie Gott für Jerusalem kämpfen würde: “So hat der HERR zu mir gesprochen: Gleich wie ein Löwe und ein junger Löwe brüllt über seinem Raub, wenn man wider ihn aufruft die Menge der Hirten – er erschrickt vor ihrem Geschrei nicht und es ist ihm auch nicht angst vor ihrer Menge –, so wird der HERR Zebaoth herniederfahren, um zu kämpfen auf dem Berg Zion („Zion“ ist ein anderer Name für Jerusalem) und auf seinem Hügel.” (Jesaja 31,4 Luther 2017)

Der Offizier „Löwe“, Ari, leitete mit der “Berg Gottes”-Brigade, Harel-Brigade, die Befreiung Jerusalems, ein. Die beiden ersten Männer, die das Löwentor durchschritten und Jerusalem einnahmen waren der Nachrichtenoffizier Arik Achmon und Mordechai Gur. Arik bedeutet ebenfalls “Löwe” und Gur bedeutet “Junglöwe”. Gur`s Funkspruch wurde zur charakterisierenden und zusammenfassenden Aussage des Sechs-Tage-Krieges: “Der Tempelberg ist in unseren Händen.” Das Brüllen des Junglöwen wurde weltberühmt. Gott hatte sich Gehör verschafft und sich seiner Stadt zugewandt. Juden konnten erstmals seit 1900 Jahren wieder an der Klagemauer beten.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der vierte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Herzl`s Weitsicht

Eine biblische Prophetie aus Jeremia 16 gab schon viel zu reden: 

“Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! – sondern: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe. Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht der HERR, die sollen sie fischen. Und danach will ich zu vielen Jägern senden, die sollen sie jagen von jedem Berg und von jedem Hügel und aus den Felsenklüften.”

Anatoli Uschomirski, ein messianischer Jude aus Deutschland, kritisiert die Aussage, die oft von Christen gemacht wird, wenn sie versuchen Juden in ihrem Umfeld zur Rückkehr nach Israel zu motivieren: „Wir sind die Fischer, die mit lieben Mitteln versuchen zu motivieren. Hört uns doch zu, bevor die bösen Menschen, die Jäger, kommen und euch zwingen zu gehen.“

Er interpretiert die Stelle folgendermaßen: “Fischer und Jäger sind nichts anderes als eine Metapher für Babylon und später Rom, die als menschliche Werkzeuge dienten, mit denen Gott sein Volk züchtigte. (“Hilfe Jesus, ich bin Jude”, Anatoli Uschomirski, s. 151) 

Jonathan Cahn, ebenfalls messianischer Jude, interpretiert wiederum die Stelle auf diese Weise: “Die Zionisten waren Fischer, denn sie forderten das jüdische Volk auf, in das Land zurückzukehren, bevor die Katastrophe sie einholen und überrollen würde. … Die Nazis waren solche Jäger. Sie haben die Juden gejagt. … Genau diese Verfolgung führte jedoch dazu, dass Tausende und Abertausende von Juden während der größten Rückkehrwellen bis zu diesem Moment in ihre Heimat auswanderten.” (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s. 174)

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das jüdische Volk zurückgeführt. Theodor Herzl gründete am ersten Zionistenkongress in Basel, der am 31. August 1897 zu Ende ging, den Zionismus, der das Ziel hatte einen eigenen Nationalstaat zu gründen. Er schrieb in seinem Tagebuch ein paar Tage später: “In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. In fünf Jahren vielleicht und sicher in 50 Jahren wird es jeder einsehen.”

Zum Einen zeigt sein Tagebucheintrag, wie wenig wahrscheinlich eine Gründung eines eigenen jüdischen Staates zu seiner Zeit den Zeitgenossen schien und zum Anderen sehen wir wie stark er (unbewusst) von Gott in dieser Sache geleitet wurde. Denn tatsächlich übergaben nach dem zweiten Weltkrieg die Briten die Angelegenheit „Palästina“ an die neu gegründeten Vereinten Nationen und am 31. August 1947 wurde der Teilungsplan, der Israel ins Leben rufen würde, vollständig abgeschlossen. Am 3. September wurde er von der Vollversammlung angenommen. Also auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung des Zionismus konnte alle Welt sehen, dass der Judenstaat gegründet wurde. Herzl`s Notiz im Tagebuch war auf den 3. September 1897 datiert.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der dritte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

50 Jahre nach Mark Twains Besuch in Jerusalem, im Jahr 1917, schrieb der Aussenminister Arthur Balfour einen Brief im Namen der Regierung Großbritanniens an die Zionisten, die den Wunsch vertraten einen eigenen, jüdischen Staat zu gründen. Darin schrieb er folgendes:

“Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern…” 

Damit kam die offizielle Erklärung zur Rückgabe des Landes, das Gott in 1. Mose 12 Abraham und seinen Nachkommen versprochen hatte. 
Die Briten eroberten am 9. Dezember 1917 Jerusalem nachdem sie dem jüdischen Volk das Land versprochen hatten. Dadurch wurde wahr, was im Buch Haggai steht: “Richtet doch euer Herz ⟨auf die Zeit⟩ von diesem Tag an und darüber hinaus! Vom 24. Tag des neunten ⟨Monats⟩ an, … Von diesem Tag an will ich segnen.” Dies war bereits einmal war während der Zeit des Königs Darius und wurde in diesem neuzeitlichen Jahr nochmals wahr, denn der 9. Dezember 1917 war der 24. Kislew im religiös, jüdischen Kalender, also der 24. des neunten Monats.

Am Vorabend des Tages der Eroberung, also zu Beginn des Tages aus jüdischer Sicht, war Shabbat und Chanukka-Fest. In den Synagogen weltweit wurde diese Bibelstelle aus Sacharja 2 gelesen: 

“Und der HERR wird Juda als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs Neue erwählen.”

An diesem Tag erwählte Gott Jerusalem aufs Neue durch die Hand der Briten, die das Land Palästina den jüdischen Zionisten versprachen. 

Auch aus Jesaja 31 wurde gelesen: 

“Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und retten, schonen und befreien.” Tatsächlich spielte die Luftwaffe in diesem Krieg eine ganz entscheidende Rolle. Die Flugflotte wurde verstärkt und brachte die Lufthoheit. Sie war ein siegbringender Faktor im Kampf um Jerusalem und die wertvollen Gebäude der Stadt wurden durch sie vor Bombenanschlägen geschützt, bzw. beschirmt.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der zweite Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Die Frau – Sprüche 31,10-31

Jeden Freitag Abend an der Schabbat-Feier singt der Hausvater die Zeilen aus Sprüche 31,10-31 seiner Gattin vor.  Dies sind 22 Sätze, die jeweils in der Reihenfolge des hebräischen AlephBeth beginnen. Sie beschreiben die Güte der Frau des Hauses. 

Jeschua HaMaschiach, Jesus unser Messias, vergleicht sich mit dem Bräutigam und seine Jünger mit der Braut (zBsp in Markus 2,18-22). Diese 22 Verse in Sprüche 31 beschreiben uns, seine Jünger, seine Braut. Sie geben uns Wert und Weisung.

1 – Aleph: 

Der erste Vers beginnt mit אשׁת AST, Frau, 1_300_400:

“Eine tüchtige Frau, wer findet sie? / Sie übertrifft alle Perlen an Wert.”

Jeschua sucht seine Braut. Sie ist ihm mehr Wert als eine Perle. In Matthäus 13 erzählt Jeschua: 

44Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

45Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.

46Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

Wir, seine Jünger, sind diese Perle, die Jeschua, findet. Wir sind diese Frau, die hier beschrieben wird! Jeschua sucht uns und möchte eine Beziehung haben mit uns.

„Schabbat Shalom“

Soli Deo Gloria

Soli Deo Gloria – Gott allein die Ehre! Das ist eine Herzenshaltung, die wir schon seit mehreren Jahren üben. Angefangen hat das in unserer DTS (Jüngerschaftsschule von Jugend mit einer Mission), als eine Mitstudentin am Ende des Tages vorschlug eine „Thankfulround“ zu machen. (Eine Runde, in der jeder sagt wofür er/sie dankbar ist, wobei niemand wiederholen darf, was ein anderer vorher schon gesagt hat. Etwas später arbeiteten wir mit einer Familie zusammen, die auch etwas ähnliches tat. Für sie war es wie ein Tischgebet. So haben diese „Dankbarkeitsrunden“ auch in unserer Familie Einzug gehalten.

Wir haben diese Runden schon in allen möglichen und unmöglichen Situationen gemacht. In Situationen, in denen alles rund lief und unsere Herzen von Dankbarkeit überflossen und wir beinahe kein Ende fanden mit Danken. Wieder andere Situationen gab es, in denen wir lieber „Jammerrunden“ gemacht hätten als „Dankbarkeitsrunden“, denn das Jammern wäre uns viel einfacher gefallen. In diesen Momenten war es extrem schwierig etwas zu finden, wofür man dankbar sein kann. Und doch – nach einer Runde mühsamem Suchens wofür man – um Himmels willen – dankbar sein könnte, wenn der Tag einfach nur „versch…“ gelaufen ist, setzt mein Mann uns manchmal die Herausforderung noch eine zweite Runde zu machen. „Kommt schon! Was gibt es sonst noch etwas, wofür wir wir dankbar sein können!“ und die Suche geht von vorne los. Die Stimmung am Tisch verändert sich spürbar. Wir hören, wofür andere dankbar sind und finden etwas wofür wir dankbar sein können und wir merken, dass es uns eigentlich gar nicht so schlecht geht, wie wir gedacht haben. Der Strudel mit negativen Gedanken, der uns gefangen nehmen will und in dem wir uns um uns selbst drehen wird unterbrochen.

In den abstrusesten Situationen haben wir Dankbarkeitsrunden gemacht. Beispielsweise als David mit zwei Freunden auf der Autobahn in England eine Autopanne hatte, das geliehene Auto in die Werkstatt bringen musste und die Ausstellung unseres Parkour-Panels in der Schwebe stand, weil das das Material im geliehenen Auto zum Aufbau gebraucht wurde; Oder am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig war; Oder wir in England im Einsatz waren mit einer DTS und mit den Studenten und der Finanzierung einfach alles zu viel wurde und wir nicht wussten, ob die DTS überhaupt zu Ende durchgeführt werden konnte…

All dieses Suchen nach dem Guten, nach dem wofür wir dankbar sein können, endet für mich immer wieder in dem einfachen Satz – Gott allein die Ehre! Zu Beginn eines neuen Jahres überlege ich mir gerne, was ich mir für das neue Jahr wünsche oder unter welchem Satz ich in das neue Jahr starten will oder welcher Satz mich im neuen Jahr begleiten soll. Dieses Jahr wird es – Soli Deo Gloria.

05:03 Migdol

Heute Nacht wachte ich auf mit dem Refrain von Martin Peppers Lied „Auge im Sturm“:

Du bist ein starker Turm
Du bist das Auge im Sturm
Du sprichst zum aufgewühlten Meer
Meiner Seele in mir, Herr
Friede mit Dir, Friede mit Dir

Die Uhrzeit war 05:03 Uhr. Zusätzlich erwachte ich mit dem Wort „Migdol“. Dies bedeutet „Turm“ in Hebräisch.

Die Herrenhutter Losung am 05.03. dieses Jahres war Sprüche 18,10:

Der Name Jahwes ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dahin und ist in Sicherheit.

Die zwei Worte „stark“ und „Turm“ haben beide den Totalwert 77:

77 40_3_4_30 גדלM MGDL | Turm

77 70_7 עז aZ | starker

Gott übergab den Menschen die Autorität über die Fische, Vögel und alle anderen Tiere (Gen 1,28) Und er forderte Adam und Eva auf, ihren Lebensraum zu pflegen und zu schützen (Gen 2,16). Aber die erste Menschheit missbrauchte die Autorität für eigennützige Zwecke. Der mächtigste Mensch hatte eine solche Macht, dass er die anderen Menschen bedrohte mit 77-facher Rache, wenn ihm etwas zustossen sollte. Seine Missetaten hingeben blieben ungeahndet. (Gen 4,23+24).

„Elohim“, das Wort das im Alten Testament für Gott steht, bedeutet laut Rabbi Tovia Singer „alle Mächte“ (siehe hier Minute 34. Vortrag ist aber mit Vorsicht zu geniessen). „ALH“ bedeutet Macht und JM werden angehängt bei einem männlichen Nomen. Also in Gott sind alle Mächte vereint. Er ist der Allmächtige. Das Wort Elohim kommt in den ersten zehn Kapiteln der Bibel, der Zeit der ersten Menschheit, 77mal vor. Er ist die wirkliche Macht im „Hintergrund“.

Aber im Gegensatz zu Lamech (Gen 4, 23+24) braucht er seine Macht, um Menschen, die ihm vertrauen, Schutz zu geben. Er ist der starke Turm, der Sicherheit gibt.

Erst Jesus wurde dann zum Menschen, der diesen Schutz auch als Mensch auslebte: Durch seine Tat am Kreuz brachte er Vergebung statt Rache. Vergebung wird zur grössten Kraft auf Erden, denn sie nimmt dem Angreifer die Kraft über sein Opfer. Äusserlich mag dies anders aussehen, aber innerlich und auf ewige Perspektive gesehen, kann keine Macht der Welt sich dem Menschen bemächtigen, der seinen Schutz in Jesus sucht.

Jesus verschiebt das Machtgefüge von Rache hin zu Vergebung. In Matthäus 18,22 löst er den Machtanspruch Lamechs auf und ersetzt ihn mit der Kraft der Vergebung:

21Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte: »Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er immer wieder gegen mich sündigt? Siebenmal?« – 22»Nein«, gab Jesus ihm zur Antwort, »nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal!«

Wenn wir Jesus vertrauen, dann wird er unser starker Turm der Sicherheit.

Eine Meldung aus Frankreich

Nun melde ich mich auch wieder einmal zu Wort. 🙂 Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Vorbereitungen für unseren Aufenthalt im Süden Frankreichs. David und ich sind nun seit wenigen Wochen Teilnehmer einer Schule für Anbetung, Fürbitte und Prophetie. (WIP School – YWAM Cévennes / YWAM Cévennes (jem-cevennes.com)

Was hat uns bewogen diesen Schritt zu gehen? Tja, das habe ich mich auch schon gefragt: „Echt jetzt? Nochmals eine Ausbildung? Wird es nicht langsam Zeit sesshaft zu werden oder in einen Dienst einzusteigen oder einen Dienst aufzubauen?“ Offensichtlich nicht, denn das Verlangen hierher zu kommen hat während den ganzen Vorbereitung und Hürden, die zu überwinden waren, nicht nachgelassen und mein Wunsch drei Monate in der Gegenwart Gottes zu verbringen ist nur noch intensiver geworden. (Obwohl es sicher genügend verstandesmässige Gründe gab/gibt nicht zu gehen).

Eine Heidenangst hat mir dieser neue Schritt gemacht. Es ist nicht so sehr das Weggehen, das ich fürchtete, sondern genauso das Bleiben. Das Bleiben an einem Ort, bequem zu werden und nicht mehr beweglich und spontan zu sein. Ich begann mich vor der Bequemlichkeit zu fürchten. Ich fürchtete meinen Hang zur Sicherheit, der zunahm. Ich fürchtete mich vor einer Abhängigkeit von einem Job oder einer Institution, denn alles was ich wollte und will ist, meinem Gott zu folgen, Neues zu entdecken, Menschen zu treffen und ihnen zu dienen, Länder und Kulturen zu erfahren, Königreich Gottes zu bauen… Vielleicht fürchte ich auch, dass ein Prophet in seinem Land nichts gilt, dass meine Stimme verklingt ohne gehört zu werden, meine Lebendigkeit im Treiben des Alltags verschüttet wird, mein Sehnen keine Nahrung bekommt und durch verstandesmässige Antworten zum Schweigen gebracht wird.

Darum sind wir hier, umgeben von der Geschichte der Hugenotten, der Seidenspinnerei und dem Mittelalter und machen unsere Herzen auf, um zu erfahren, was Gott auf dem Herzen hat und um seine Gegenwart zu erfahren.

Sukkot

Tonight is the beginning of the jewish celebration “Sukkot”, the feast of tabernacles: „You are to dwell in booths for seven days. All the native-born of Israel must dwell in booths, so that your descendants may know that I made the Israelites dwell in booths when I brought them out of the land of Egypt. I am the LORD your God.’ ” (Lev. 23,42-43)

The word for booths here is “Sukkot”, sKT, 60_20_400, and that is also the jewish name for this feast. It appears for the first time when Jacob goes away from Esau he goes to Sukkoth and builds “Sukkots”, booths, for himself and his animals. Later he goes further into the land of Canaan. 

The next time “Sukkot” appears is when the people of Israel finally leave Egypt, they start from Ramses and march to Sukkoth. From there they start their journey to Canaan, the promised land. Again the Sukkot is the dwelling place in between. In between the world of two towards the world of one, of unity. From the world where Good and Evil live alongside each other towards the place of rest where there is peace and oneness: From Egypt, Mizrajim, 40_90_200_10_40 with the total value of 380, towards Canaan, 20_50_70_50 with the total value of 190. (380  = 190 *2). And the Sukkot is the temporary dwelling place inbetween.  

In 1. King 6 is said that in the 480th year after the exodus of the people of Israel, in the 4th year of King Solomon in the second month of the year, Solomon starts to build a house for YHWH. But it is only a Sukkot, a temporary dwelling place for JHWH. The total value of the word “Sukkot” is 480. The final dwelling place will be the Golden City, where God will dwell in the midst (Revelations 21+22). In that house there are many flats (John 14, 2). The word in Greek for City is poljn, 80_70_30_10_50 with the total value of 240 ( 480 = 2 * 240 ). There will be the dwelling place in unity with God. 

Also the heaven is a Sukkot for God as also Jesus speaks about the father in heaven. The 480th word of the bible is “heaven”, SMJM, 300_40_10_40, with a total value of 390. It is in the 4th verse of the second chapter. In this verse the name of God, JHWH, appears for the first time. He has a house to dwell in now. The bible starts with Beth, the second letter of the AlephBeth, which means “house”. God builds himself a Sukkot in the first chapter but then in the second chapter of the bible he finds his final dwelling place in the human beings. Or actually till he really finds that place it needs the whole rest of the bible. 

God lives on the inside. The Hebrew word for inside appears the first time also in 1. Kings 6 talking about the holy of holies:  5_80_50_10_40_10, HPNJMJ with a total value of 195. Heaven, 390, is God’s dwelling place during the time of the duality of heaven and earth. But he will be on the inside, 195, when heaven and earth come together in the Golden City.