South Africa – Reconciliation

A few weeks ago, shortly before we went to South Africa, I had a dream in which my oldest brother was preaching. But two guys of our church were talking so loud with each other that we all had a hard time understanding him. 

One guy represented Politics because of his job he has in real life. The other one represents War and Superstition because of his name. My oldest brother had been a Jesus figure in my dreams quite a few times already now. Politics, War and Superstition are very dominant “personalities” in South Africa. They are making a lot of noise that makes it hard for the voice of Jesus to be heard. And South Africa has a lot of great preachers, teachers, prophets,…! 

The time when I woke up from the dream led me to the Greek word for “send”. It appears the first time when Herod sends forth to slaughter all the boys in Bethlehem that were two years old or younger. He wanted to make sure that he has no rival in the king that was born to the Jews. He shed a lot of blood but was not successful in his mission. Jesus survived. 

The second time the word appears when the Prince of Peace sends his disciples to declare the kingdom of God being near. As a sign of his power he sent them to heal the sick and raise the dead. What a difference! One comes with the power of fear through the shedding of blood and the other with the power to heal and raise from the dead. 

A similar situation existed within the camp of the jews at the times of Jesus. Different approaches were chosen to fight for freedom and peace. The Zelots built one camp. They wanted to reach freedom by fighting their “oppressors“ with weapons. But Jesus didn`t join in that violent fight. He had a different way of fighting for freedom. Martin Luther King had an opponent in Malcolm X and the Black Panthers. They wanted to reach the same goal but with violent means.  

freedom fighters vs. freedom fighters

With these words I woke up on the 27th of March `22. Opposing approaches on the quest for freedom wrestle for influence in South Africa. The Economic Freedom Fighters EFF for example are a left wing party in South Africa who are fighting for freedom but mainly bringing fear and blood. In Galatians 5 Paul says: 

For freedom Christ has set us free. Stand firm, then, and do not be subject again to the yoke of slavery. … For you were called to freedom, brothers and sisters; only do not use your freedom as an opportunity to indulge your flesh, but through love serve one another. For the whole law can be summed up in a single commandment, namely, „You must love your neighbor as yourself.“

True freedom comes from knowing Christ. We will join the freedom fighters in South Africa that are led by Jesus bringing love, healing, restoration and reconciliation.

Die Vertraute

Vers 11 aus Sprüche 31,10-31

Jeden Freitag Abend an der Schabbat-Feier singt der Hausvater die Zeilen aus Sprüche 31,10-31 seiner Gattin vor.  Dies sind 22 Sätze, die jeweils in der Reihenfolge des hebräischen AlephBeth beginnen. Sie beschreiben die Güte der Frau des Hauses. 

Jeschua HaMaschiach, Jesus unser Messias, vergleicht sich mit dem Bräutigam und seine Jünger mit der Braut (zBsp in Markus 2,18-22). Diese 22 Verse in Sprüche 31 beschreiben uns, seine Jünger, seine Braut. Sie geben uns Wert und Weisung.

Beth: 

Der zweite Vers beginnt mit Beth, dem zweiten Buchstaben im AlephBeth:

 בטח BtC 2_9_8 “er vertraut”

„Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen.“

Die Frau ist die Vertraute des Mannes, seine Bundespartnerin. Er vertraut auf sie. So vertraut auch Jesus, der Bräutigam, auf die Gemeinschaft der Gläubigen, seiner Braut. 

Das Wort in dieser Bedeutung kommt in der Thora (in den ersten 5 Büchern der Bibel) nur einmal vor in 5. Mose 28,52: “Und sie (-eine ferne Nation-) wird dich belagern in all deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf die du vertraust, in deinem ganzen Land gefallen sind. Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, in deinem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.” 

In diesem Abschnitt spricht Gott davon, was mit dem Volk Israel passieren wird, falls sie auf ihre eigenen Mauern, auf ihre eigene Stärke, vertrauen, anstatt auf Gott selbst. Gott möchte diese Festung sein, auf die wir vertrauen können. In Sprüche 18,10 sagt er: “Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit.” Er will uns Sicherheit und Festung sein. Er bezeichnet sich als unsere Hilfe (Psalm 115,9). 

Dieses Wort für Hilfe ist der Hauptfokus des 2. Kapitels der Bibel, denn für Adam war keine solche Hilfe zu finden. Doch dann schafft Gott Adam eine Hilfe. Sie heisst “Eva”:  19 8 6 5 חוה CWH 8_6_2. Die beiden Worte “Eva” und “er vertraute” sind miteinander verbunden durch ihren Totalwert 19. Wir, die Gemeinschaft der Gläubigen sind diese Hilfe für Jesus. Jesus vertraut auf uns und ist überzeugt, dass es ihm an Ausbeute, an Frucht, durch uns nicht fehlen wird.

Wir sind gegenseitige Bundespartner; er will uns Sicherheit geben und wir sind ihm Hilfe beim Bebauen des Erdbodens. In 1. Mose 2,5 steht, dass die Pflanzen noch nicht wuchsen, weil Gott es noch nicht hatte regnen lassen und der Mensch noch nicht war der ihm half beim Gärtnern. Im bildlichen Sinne; wenn Gott seine Segensströme über die Menschen ausgießt, wachsen Freude und Frieden. Aber er braucht dann auch seine Partnerin, den Leib Christi, die ihm hilft das Wachstum zu bewältigen.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist der zweite Teil einer Serie zu Sprüche 31,10-31.

Teil 1 Die Frau

Die Jubeljahre und das Jahr 2067

Neben den eindrücklichen Details von Gottes Umsetzung seines Planes mit Jerusalem, war für mich das Besondere am Buch “Das Orakel” von Jonathan Cahn, die Übereinstimmung mit der Chronologie von Paul Gerhard Zint. Der Physiker Zint hat eine Chronologie der Bibel erstellt, die rein auf biblischen Aussagen basiert und zusätzlich eine eindrückliche Schönheit und Präzision auf der Zahlenebene vorweist. Dies gibt so viel Mut und Hoffnung, dass Gott wirklich einen Plan hat mit der Menschheit und auch fähig ist diesen umzusetzen.

Im 3. Buch Moses 25,10 ordnet Gott ein sogenanntes Jahr der Freilassung und des Jubels an. In jedem fünfzigsten Jahr soll die Freiheit, bzw. Freilassung ausgerufen werden und jeder soll wieder zu seinem Grundbesitz zurückkehren. Diese Ordnung wurde nie umgesetzt von den Israeliten. Doch Gott achtete trotzdem auf diese Jahre. . 

Im Jahr 17. n. Chr. war gemäss Zint das Jahr 4250 a. H. (anno hominum). Dies war also das 85. Jubeljahr. Er beschreibt in seinem Dokument zum Thema Jubeljahre, dass die Juden gemäss dem Babylonischen Talmud in der 85. Jubeljahrperiode den Messias erwarteten. Jesus wurde während dieser 85sten 50-Jahr-Periode geboren (4230 a.H.). Im 85. Jubeljahr selbst wurde er 20 Jahre alt und damit einsatzfähig. Aus biblischer Sicht wurde ein Mann im Alter von 20 Jahren reif Opfer zu bringen (2. Mose 30,14) und Kriegsdienst zu leisten (4. Mose 1,3). Jesus wurde also in diesem Jahr reif, um als Priester und König eingesetzt zu werden. 

Von einem äusseren Sichtpunkt war das nächste Jubeljahr ein Jahr des Verlusts, denn der Feldherr Titus Falvius Vespasian wurde von Kaiser Nero gesandt den jüdischen Aufstand in Palästina niederzuschlagen. Er fiel im Frühjahr 67 n. Chr. in Galiläa ein. Israel verlor sein Land. Es war das 86. Jubeljahr. Das Wort für Gott “Elohim” hat einen Totalwert von 86. „Elohim“ ist die Mehrzahl des Wortes für Macht, also “alle Mächte vereint” sozusagen. In diesem Jahr zeigte Gott seine Macht. Die wirkliche Macht, die Erlösung brachte, wuchs durch die Botschaft von Jesus heran. Mit Jesus, dem Messias, und Paulus seinem Apostel ruft Gott Freiheit für die ganze Schöpfung aus (zBsp. Römer 8,20+21). Seit den ersten Jesus-gläubigen Juden warten wir nun auf die Wiederkehr des Königs Jesus, der Frieden auf die Welt bringen werden wird. 

Einige Schritte hin zu Freiheit und Rückkehr sind bereits sichtbar geworden. Einige Jubeljahre hat Gott schon ausgerufen. Zuerst für die Juden und dann für alle. Wir dürfen gespannt sein, was im nächsten Jubeljahr im Jahr 1967 in Israel und Jerusalem passieren wird. Es ist das 126ste Jubeljahr seit Adam und das 40ste seit Jesus eingesetzt wurde. Wird Gott die 40 Jahre Wüste seines Volkes beenden und sie in eine neue Freiheit führen?

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist der letzte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Teil 4: Die Klagemauer und die Löwen

Teil 5: Jerusalem und die 50-Jahr-Schritte

Jerusalem und die 50-Jahr-Schritte

Als das jüdische Volk 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg wieder Zugang zum Tempelberg erlangte und ganz Jerusalem vereinte, weigerten sich die Nationen Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. 

Roosevelt, starb gerade zu Beginn seiner vierten Amtszeit im Jahr 1945. Sein Nachfolger wurde der Vizepräsident Harry Truman. Er war ein Mann mit tiefem Mitgefühl für das jüdische Volk. Ende November 1947 stimmte die USA an der UN-Vollversammlung der Resolution zu, die Israel wieder zu einer Nation werden lassen sollte. Das Vereinigte Königreich enthielt sich seiner Stimme, obwohl sie 1917 so entscheidend mitgeholfen hatten das Land für das jüdische Volk zurückzuerobern. 

In 1. Mose 12 steht, wer Abraham (und mit ihm seinen Nachfahren) Gutes wünsche, werde auch von Gott Gutes erfahren. Nach 1947 nahm der Einfluss des Vereinigten Königreiches weltweit ab und die USA lösten sie als Weltmacht ab. 

Mitte der 90er Jahren forderte der US-Senat, dass Jerusalem als Hauptstadt Israels durch die USA anerkannt werden solle. Der damals, amtierende Präsident verzögerte jedoch die Umsetzung um ein halbes Jahr durch eine Ausnahmeregelung. Die Anerkennung wurde so halbjährlich hinausgeschoben bis Donald Trump im Dezember 2017 folgende Erklärung abgab: “Heute erkennen wir das Offensichtliche an: dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.” (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s.344) 70 Jahre davor hatten die USA unter der Präsidentschaft von Truman den Staat Israel anerkannt und nun unter Trump folgte auch die Anerkennung Jerusalems als ihre Hauptstadt.

1817 wurde Carl August Ferdinand Schwartz geboren. Er berief 1867 ein erstes Treffen von messianischen Juden ein, an dem über ein eigenes Land für das jüdische Volk gesprochen wurde. Kurz danach fuhr Mark Twain los um (unbewusst) die Prophezeiung vom “Ausländer aus einem fernen Land” zu erfüllen, der den schlechten Zustand Palästinas beschreiben würde. Im selben Jahr vermass Warren Jerusalem und die Osmanen begannen Land an Ausländer und somit auch an jüdische Käufer abzutreten. 1917 wurde Jerusalem durch die Briten erobert und den Zionisten versprochen. 1967 ging Jerusalem dann gänzlich an Israel im Sechs-Tage-Krieg. Und 2017 wurde dies dann auch von der amtierenden Weltmacht USA anerkannt. 

Was bedeuten diese 50-Jahres-Schritte?

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der fünfte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Teil 4: Die Klagemauer und die Löwen

Die Klagemauer und die Löwen

Am 14. Mai 1948 erklärte sich Israel unabhängig vom Völkerbundsmandat. Damit war der Staat Israel gegründet. Gleich am nächsten Tag griffen 6 arabische Staaten Israel an um den neuen Staat gleich wieder zu zerstören. Die jüdischen Streitkräfte konnten aber der Angriff grössten Teils abwehren und sogar grosse Gebiete des Landes erobern. Das jüdische Viertel der Altstadt jedoch ging an Jordanien verloren. Dadurch blieb den Juden der Zugang zu ihrem heiligsten Ort, der Klagemauer, verwehrt. 

Neunzehn Jahre später, im Juni 1967, erzwang Ägypten den Abzug der UN-Truppen aus Ägypten und besetzte die Grenze zu Israel. Auch Syrien und Jordanien fuhren ihre Panzer an der Grenze zu Israel auf. Mit einem Präventivschlag zerstörte die israelische Luftwaffe in einem überraschenden Blitzangriff die Luftwaffe der umliegenden arabischen Nationen. (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s. 266)

Die Harel-Brigade eroberte die Bergkette im Umfeld von Jerusalem. Damit ebnete sie den Weg zur Wiederherstellung von Jerusalem. Ihr Kommandant war Oberst Ben Ari. Ari bedeutet in Hebräisch “Löwe” und Harel bedeutet “Berg Gottes”. Jesaja prophezeite rund 2700 Jahre vorher, wie Gott für Jerusalem kämpfen würde: “So hat der HERR zu mir gesprochen: Gleich wie ein Löwe und ein junger Löwe brüllt über seinem Raub, wenn man wider ihn aufruft die Menge der Hirten – er erschrickt vor ihrem Geschrei nicht und es ist ihm auch nicht angst vor ihrer Menge –, so wird der HERR Zebaoth herniederfahren, um zu kämpfen auf dem Berg Zion („Zion“ ist ein anderer Name für Jerusalem) und auf seinem Hügel.” (Jesaja 31,4 Luther 2017)

Der Offizier „Löwe“, Ari, leitete mit der “Berg Gottes”-Brigade, Harel-Brigade, die Befreiung Jerusalems, ein. Die beiden ersten Männer, die das Löwentor durchschritten und Jerusalem einnahmen waren der Nachrichtenoffizier Arik Achmon und Mordechai Gur. Arik bedeutet ebenfalls “Löwe” und Gur bedeutet “Junglöwe”. Gur`s Funkspruch wurde zur charakterisierenden und zusammenfassenden Aussage des Sechs-Tage-Krieges: “Der Tempelberg ist in unseren Händen.” Das Brüllen des Junglöwen wurde weltberühmt. Gott hatte sich Gehör verschafft und sich seiner Stadt zugewandt. Juden konnten erstmals seit 1900 Jahren wieder an der Klagemauer beten.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der vierte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Teil 3: Herzl`s Weitsicht

Herzl`s Weitsicht

Eine biblische Prophetie aus Jeremia 16 gab schon viel zu reden: 

“Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! – sondern: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe. Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht der HERR, die sollen sie fischen. Und danach will ich zu vielen Jägern senden, die sollen sie jagen von jedem Berg und von jedem Hügel und aus den Felsenklüften.”

Anatoli Uschomirski, ein messianischer Jude aus Deutschland, kritisiert die Aussage, die oft von Christen gemacht wird, wenn sie versuchen Juden in ihrem Umfeld zur Rückkehr nach Israel zu motivieren: „Wir sind die Fischer, die mit lieben Mitteln versuchen zu motivieren. Hört uns doch zu, bevor die bösen Menschen, die Jäger, kommen und euch zwingen zu gehen.“

Er interpretiert die Stelle folgendermaßen: “Fischer und Jäger sind nichts anderes als eine Metapher für Babylon und später Rom, die als menschliche Werkzeuge dienten, mit denen Gott sein Volk züchtigte. (“Hilfe Jesus, ich bin Jude”, Anatoli Uschomirski, s. 151) 

Jonathan Cahn, ebenfalls messianischer Jude, interpretiert wiederum die Stelle auf diese Weise: “Die Zionisten waren Fischer, denn sie forderten das jüdische Volk auf, in das Land zurückzukehren, bevor die Katastrophe sie einholen und überrollen würde. … Die Nazis waren solche Jäger. Sie haben die Juden gejagt. … Genau diese Verfolgung führte jedoch dazu, dass Tausende und Abertausende von Juden während der größten Rückkehrwellen bis zu diesem Moment in ihre Heimat auswanderten.” (“Das Orakel”, Jonathan Cahn, s. 174)

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das jüdische Volk zurückgeführt. Theodor Herzl gründete am ersten Zionistenkongress in Basel, der am 31. August 1897 zu Ende ging, den Zionismus, der das Ziel hatte einen eigenen Nationalstaat zu gründen. Er schrieb in seinem Tagebuch ein paar Tage später: “In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. In fünf Jahren vielleicht und sicher in 50 Jahren wird es jeder einsehen.”

Zum Einen zeigt sein Tagebucheintrag, wie wenig wahrscheinlich eine Gründung eines eigenen jüdischen Staates zu seiner Zeit den Zeitgenossen schien und zum Anderen sehen wir wie stark er (unbewusst) von Gott in dieser Sache geleitet wurde. Denn tatsächlich übergaben nach dem zweiten Weltkrieg die Briten die Angelegenheit „Palästina“ an die neu gegründeten Vereinten Nationen und am 31. August 1947 wurde der Teilungsplan, der Israel ins Leben rufen würde, vollständig abgeschlossen. Am 3. September wurde er von der Vollversammlung angenommen. Also auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung des Zionismus konnte alle Welt sehen, dass der Judenstaat gegründet wurde. Herzl`s Notiz im Tagebuch war auf den 3. September 1897 datiert.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der dritte Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Teil 2: Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

Das Jahr 1917 und das Versprechen der Briten

50 Jahre nach Mark Twains Besuch in Jerusalem, im Jahr 1917, schrieb der Aussenminister Arthur Balfour einen Brief im Namen der Regierung Großbritanniens an die Zionisten, die den Wunsch vertraten einen eigenen, jüdischen Staat zu gründen. Darin schrieb er folgendes:

“Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern…” 

Damit kam die offizielle Erklärung zur Rückgabe des Landes, das Gott in 1. Mose 12 Abraham und seinen Nachkommen versprochen hatte. 
Die Briten eroberten am 9. Dezember 1917 Jerusalem nachdem sie dem jüdischen Volk das Land versprochen hatten. Dadurch wurde wahr, was im Buch Haggai steht: “Richtet doch euer Herz ⟨auf die Zeit⟩ von diesem Tag an und darüber hinaus! Vom 24. Tag des neunten ⟨Monats⟩ an, … Von diesem Tag an will ich segnen.” Dies war bereits einmal war während der Zeit des Königs Darius und wurde in diesem neuzeitlichen Jahr nochmals wahr, denn der 9. Dezember 1917 war der 24. Kislew im religiös, jüdischen Kalender, also der 24. des neunten Monats.

Am Vorabend des Tages der Eroberung, also zu Beginn des Tages aus jüdischer Sicht, war Shabbat und Chanukka-Fest. In den Synagogen weltweit wurde diese Bibelstelle aus Sacharja 2 gelesen: 

“Und der HERR wird Juda als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs Neue erwählen.”

An diesem Tag erwählte Gott Jerusalem aufs Neue durch die Hand der Briten, die das Land Palästina den jüdischen Zionisten versprachen. 

Auch aus Jesaja 31 wurde gelesen: 

“Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und retten, schonen und befreien.” Tatsächlich spielte die Luftwaffe in diesem Krieg eine ganz entscheidende Rolle. Die Flugflotte wurde verstärkt und brachte die Lufthoheit. Sie war ein siegbringender Faktor im Kampf um Jerusalem und die wertvollen Gebäude der Stadt wurden durch sie vor Bombenanschlägen geschützt, bzw. beschirmt.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der zweite Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Teil 1: Das Jahr 1867 und Mark Twain

Das Jahr 1867 und Mark Twain

Mark Twain wurde unbewusst zum Erfüller einer biblischen Prophetie, obwohl er selber ein Skeptiker war. Eines seiner Zitate ist: “Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorhersehung.” Und trotzdem wurde er ungewollt Teil von Gottes Plan. Er betrat am 23. September 1867 Jerusalem und blieb eine Woche. Am Shabbat, dem 28. September 1867, war die Lesung in den Synagogen überall auf der Welt aus 5. Mose 29:

„Und die künftige Generation, eure Kinder, die nach euch aufstehen werden, und der Ausländer, der aus fernem Land kommt, werden sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, mit denen der HERR es geschlagen hat – Schwefel und Salz, eine Brandstätte ist sein ganzes Land; es wird nicht besät und lässt nichts sprossen, und keinerlei Kraut kommt darin auf…da entbrannte der Zorn des HERRN gegen dieses Land, sodass er den ganzen Fluch über es gebracht hat, der in diesem Buch aufgeschrieben ist.“

Mark Twain war dieser Ausländer, der aus einem fernen Land kommt. Er beschreibt 1867 in seinen Reisetagebüchern das heilige Land Israel folgendermaßen: 

Mark TwainBibelstelle 5. Mose 29,21-26
“Lumpen, Elend, Armut und Dreck … Aussätzige, Krüppel, Blinde… Um die Anzahl der verstümmelten, missgebildeten und erkrankten Menschen zu sehen, die sich an den heiligen Stätten drängten…”…wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten,
“Es ist eine verbrannte, trockene und abstossende Einöde.“Schwefel und Salz, eine Brandstätte ist sein ganzes Land; 
“Es ist kein einziger Grashalm sichtbar.”es wird nicht besät und lässt nichts sprossen, und keinerlei Kraut kommt darin auf…
“Palästina sitzt in Sack und Asche. Über dem Land brütet der Bann eines Fluches.”…da entbrannte der Zorn des HERRN gegen dieses Land, sodass er den ganzen Fluch über es gebracht hat… 

Ebenfalls im Jahr 1867 wurde der britische Offizier der Royal Engineers Charles Warren nach Jerusalem entsandt um Jerusalem zu vermessen und zu kartographieren. Damit erfüllte er Prophezeiungen aus dem Buch Sacharja 1,16: “Darum, so spricht der HERR: Ich habe mich Jerusalem in Erbarmen wieder zugewandt. Mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HERR der Heerscharen, und die Messschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden.” Sacharja spricht von der Wiederzuwendung Gottes zur Stadt Jerusalem. Er will dort bauen und bevor man baut muss man vermessen. Diese Vorbereitung zum Wiederaufbau begann durch Warren. 


Am 10. Juni 1867 verabschiedete das stark unter finanziellen Druck geratene Osmanische Reich ein Landgesetz, das es auch Ausländern erlaubte Ländereien in Palästina zu kaufen. Damit wurde es für Juden möglich in Israel Land zu kaufen. Dadurch wurde erfüllt was Gott durch Jeremia vorausgesagt hatte: “Man wird Felder für Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben, sie versiegeln und Zeugen ⟨hinzu⟩nehmen im Land Benjamin, in der Umgebung von Jerusalem und in den Städten Judas, sowohl in den Städten des Gebirges als auch in den Städten der Niederung und in den Städten des Südens. Denn ich werde ihr Geschick wenden, spricht der HERR.”(Jeremia 32,44)

Gott begann tatsächlich das Geschick der Kinder Israels zu wenden.

Shabbat Shalom!

P.s.: Dies ist eine der erste Teil einer kleinen, wöchentlichen Serie zum Buch von Jonathan Cahn „Das Orakel“ und dem Text von Paul G. Zint zum Thema Jubeljahre. Von diesen beiden Autoren stammen die meisten Informationen und nur manchmal habe ich eigene Gedanken dazu ergänzt.

Die Frau – Sprüche 31,10-31

Jeden Freitag Abend an der Schabbat-Feier singt der Hausvater die Zeilen aus Sprüche 31,10-31 seiner Gattin vor.  Dies sind 22 Sätze, die jeweils in der Reihenfolge des hebräischen AlephBeth beginnen. Sie beschreiben die Güte der Frau des Hauses. 

Jeschua HaMaschiach, Jesus unser Messias, vergleicht sich mit dem Bräutigam und seine Jünger mit der Braut (zBsp in Markus 2,18-22). Diese 22 Verse in Sprüche 31 beschreiben uns, seine Jünger, seine Braut. Sie geben uns Wert und Weisung.

1 – Aleph: 

Der erste Vers beginnt mit אשׁת AST, Frau, 1_300_400:

“Eine tüchtige Frau, wer findet sie? / Sie übertrifft alle Perlen an Wert.”

Jeschua sucht seine Braut. Sie ist ihm mehr Wert als eine Perle. In Matthäus 13 erzählt Jeschua: 

44Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

45Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.

46Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

Wir, seine Jünger, sind diese Perle, die Jeschua, findet. Wir sind diese Frau, die hier beschrieben wird! Jeschua sucht uns und möchte eine Beziehung haben mit uns.

„Schabbat Shalom“

05:03 Migdol

Heute Nacht wachte ich auf mit dem Refrain von Martin Peppers Lied „Auge im Sturm“:

Du bist ein starker Turm
Du bist das Auge im Sturm
Du sprichst zum aufgewühlten Meer
Meiner Seele in mir, Herr
Friede mit Dir, Friede mit Dir

Die Uhrzeit war 05:03 Uhr. Zusätzlich erwachte ich mit dem Wort „Migdol“. Dies bedeutet „Turm“ in Hebräisch.

Die Herrenhutter Losung am 05.03. dieses Jahres war Sprüche 18,10:

Der Name Jahwes ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dahin und ist in Sicherheit.

Die zwei Worte „stark“ und „Turm“ haben beide den Totalwert 77:

77 40_3_4_30 גדלM MGDL | Turm

77 70_7 עז aZ | starker

Gott übergab den Menschen die Autorität über die Fische, Vögel und alle anderen Tiere (Gen 1,28) Und er forderte Adam und Eva auf, ihren Lebensraum zu pflegen und zu schützen (Gen 2,16). Aber die erste Menschheit missbrauchte die Autorität für eigennützige Zwecke. Der mächtigste Mensch hatte eine solche Macht, dass er die anderen Menschen bedrohte mit 77-facher Rache, wenn ihm etwas zustossen sollte. Seine Missetaten hingeben blieben ungeahndet. (Gen 4,23+24).

„Elohim“, das Wort das im Alten Testament für Gott steht, bedeutet laut Rabbi Tovia Singer „alle Mächte“ (siehe hier Minute 34. Vortrag ist aber mit Vorsicht zu geniessen). „ALH“ bedeutet Macht und JM werden angehängt bei einem männlichen Nomen. Also in Gott sind alle Mächte vereint. Er ist der Allmächtige. Das Wort Elohim kommt in den ersten zehn Kapiteln der Bibel, der Zeit der ersten Menschheit, 77mal vor. Er ist die wirkliche Macht im „Hintergrund“.

Aber im Gegensatz zu Lamech (Gen 4, 23+24) braucht er seine Macht, um Menschen, die ihm vertrauen, Schutz zu geben. Er ist der starke Turm, der Sicherheit gibt.

Erst Jesus wurde dann zum Menschen, der diesen Schutz auch als Mensch auslebte: Durch seine Tat am Kreuz brachte er Vergebung statt Rache. Vergebung wird zur grössten Kraft auf Erden, denn sie nimmt dem Angreifer die Kraft über sein Opfer. Äusserlich mag dies anders aussehen, aber innerlich und auf ewige Perspektive gesehen, kann keine Macht der Welt sich dem Menschen bemächtigen, der seinen Schutz in Jesus sucht.

Jesus verschiebt das Machtgefüge von Rache hin zu Vergebung. In Matthäus 18,22 löst er den Machtanspruch Lamechs auf und ersetzt ihn mit der Kraft der Vergebung:

21Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte: »Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er immer wieder gegen mich sündigt? Siebenmal?« – 22»Nein«, gab Jesus ihm zur Antwort, »nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal!«

Wenn wir Jesus vertrauen, dann wird er unser starker Turm der Sicherheit.