Abflug und Versorgung

Am Dienstagmorgen den 4ten März überkam mich dann eine Unruhe. Ich empfand die Dringlichkeit eine klare Entscheidung zu treffen. Denn tags zuvor wären wir offen gewesen für jedes Ziel zu dem uns Gott führen wollte. Wir erwarteten jemanden am Flughafen mit einem Plakat „Marmet nach Südafrika“  oder so in der Art und wären sofort mit, obwohl wir uns eigentlich für die Konferenz in Spokane angemeldet hatten.

Nun aber bekam ich wirklich den Eindruck, dass wir an diese Konferenz fliegen sollten. Ich sah noch eine Möglichkeit: Im letzten Sommer und Herbst arbeiteten Sue und ich beide für ein Reformhaus in Langenthal. Wir erhielten unsere Bezahlung beide über den Bezug von Nahrungsmittel. Da war noch ein restlicher Betrag offen.

Die Idee dieses Geld herauszulösen führte bei Sue zu einem Tränenmeer, hätte doch dieses Backup bedeutet, dass wir nach unserer Reise immerhin wieder Nahrungsmittel hätten kaufen können für unsere Familie. Es forderte insbesondere Sue über ihre Massen heraus diese Sicherheit loszulassen um möglicherweise „Etwas“ zu bekommen und doch kamen wir beide zum Schluss den Versuch zu wagen. Schliesslich mussten wir dann zu diesem Betrag erst noch einen Flug kriegen.

Ich fragte also den Besitzer, ein guter Freund von mir, ob er mir den restlichen Betrag ausbezahlen würde. Er erklärte sich sofort einverstanden. Es waren noch 1900 CHF.

Für 1700 CHF erhielten dann tatsächlich einen Flug für uns beide hin und zurück.  Der Greyhound-Bus von Seattle nach Spokane kostete dann noch pro Weg 100 CHF. Also insgesamt waren es genau diese 1900 CHF.

So flogen wir also am Mittwoch ohne Backup in die Staaten um unser „Etwas“, unser Geschenk von Gott abzuholen.  Ich nehme es vorweg: Als wir zurück kamen hatte uns jemand wieder 1500 CHF im Reformhaus hinterlegt. Wir wissen noch heute nicht wer.

Zudem erhielten wir genau in den Tagen unserer Rückkehr von jemandem anderen 1000 CHF geschenkt. Einfach so aus Liebe zu unserer Familie! Eigentlich wollte diese Person uns diesen Betrag schon im Dezember schenken, wie wir später  von ihr erfuhren. Diverse Umstände führten aber dazu, dass der Betrag erst in diesen Tagen ankam.

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