Eine Reflexion

Die letzten zwei Wochen waren gespickt mit sehr schönen, aber auch herausfordernden Momenten. Als am Sonntag die ersten in ihre Autos stiegen um nach Hause zu fahren, waren dies sehr traurige Momente, da uns die vierzehrn Tage zusammengeschweisst hatten.

Eine der grössten Herausforderungen waren wohl das Zusammenbringen der zwei Welten „inspire“ und „justice in motion“. „Inspire“ eine Welt voller Spiel, Bewegungsfreude und Gemeinschaft um Menschen allen Alters Lebensfreude und Lachen zu bringen. Und „justice in motion“ eine Welt des Theaters, Proben, Fokus und Struktur um ein brillantes Stück auf die Bühne zu bringen, um Menschen auf die Missstände in unserer Gesellschaft hinzuweisen.

Aber nicht nur die zwei Welten zuammen zubringen war ein Balanceakt, auch als Familie in einer Gemeinschaft zu sein, brachte ihre Herausforderungen mit sich.

Über das Endprodukt, dass am letzten Samstag öffentlich gezeigt wurde, waren alle Mitwirkenden sehr erfreut und viele Menschen blieben stehen um zuzuschauen.

Für uns als Familie war diese Zeit auch sehr wertvoll. Wir haben alte Freunde wiedergesehen, aber auch viele neue Menschen kennengelernt. Unsere Kinder durften bei manchen Aufwärmübungen und Proben dabeisein und so einen Einblick in die Theaterwelt erhaschen. Unsere Älteste, die sich sehr für Fotografie und Film interessiert, durfte einen Tag lang einen Fotografen begleiten und mit seiner Ausrüstung Szenen und Momente einfangen. Alle unsere Kinder verbesserten während dieser Zeit ihre Parkourfähigkeiten und haben viele Vorbilder kennengelernt, zu welchen sie aufsehen können. Der Besuch im Museum in Oxford war auch ein Highlight, auf das sie sich schon im Voraus freuten. Ich bin immer wieder überrascht wie unsere Kinder lernen und entdecken und freue mich über jeden Fortschritt, den ich sehe.

 

Der Luchs von Esra

Gestern waren wir im Museum in Oxford. Der Luchs… hat harte Krallen, hat spitze Zähne, ist nicht hörbar, ist nicht sehbar (gut getarnt), frisst 1kg Fleisch pro Tag (Hasen, Füchse, Rehe), hat gute Ohren, ist nachtaktiv, verlässt sich auf Augen und Ohren, kann bis zu 2 m hoch springen. Es braucht Fotofallen in der Wildnis um Fotos von ihm zu machen. Seine Pfote hat die Grösse einer Handfläche.

Reflection of 17. June 2018

The greatest thing on sundays is having TIME.

Time to prepare a delicious breakfast.

Time to chat over a cup of coffee.

Time to deepen friendship.

Time to make plans for the day even knowing they will not come true.

Time to explain a friend how a new bought camera works.

Time to see how my kids learn from a stuntman how to do a proper fight on stage.

Time to pick up a hula hoop and try if I can keep swinging it all around me while I am walking.

Time to watch my kids being fully into a role playing game and losing themselves in time and space.

Time to pack lunch and drive to a nearby park and run, wrestle, eat, skate, throw a frisbee, play all sorts of ballgames, explore the playground and watching soap bubbles hover over the huge grass field.

Time for a nap.

Time to get a haircut.

Time to watch the woldcup games to cheer our favourite nation.

So much time for so many things… this is just awesome!

I love sundays, they give us TIME to be.

Von einem Impuls ein Buch zu schreiben – von Sue

Ungefähr vor einem Jahr waren wir mitten in einem krassen Umzug. Wir haben innerhalb von drei Wochen ein vierstöckiges Haus geräumt, alles mit der Seilbahn transportiert, ein Ausverkauf unserer Möbel organisiert und das Auto verkauft. Nach Weihnachten haben wir gepackt und uns auf den Weg nach England gemacht um dort eine DTS (Jüngerschaftsschule von Jugend mit einer Mission) zu absolvieren.

Für uns war es mehr als nur an einer Jüngerschaftsschule teilzunehmen. Es war eine Entscheidung wieder in „den christlichen Kuchen“ einzusteigen. 🙂 Waren wir doch seit mehr als zehn Jahren nicht mehr regelmässig in Gottesdiensten gewesen und hatten uns nicht mehr zu einer christlichen Organisation dazugehörig gefühlt, obwohl wir uns immer als Teil des Leibes Christi (Gemeinschaft der Christen) gezählt haben. Diese Zeit war für unseren Glauben sehr wachstumsfördernd gewesen. Meine Beziehung zu meinem himmlischen Vater ist während dieser Zeit reifer geworden, hat sich gefestigt und ist richtig aufgeblüht.

Es kostete uns einige Überwindung wieder in den „organisierten Leib Christi“ einzutreten, wir kannten diese Welt nur zu gut und doch wussten wir innerlich, dies ist der nächste Schritt.

Und wie sieht es nun aus? Ein Jahr später?

Das erste was mir dazu einfällt ist, dass sich unser Familienleben wieder beruhigt hat. Das Führen unserer Kinder ist wieder viel einfacher geworden und ich glaube ohne diese Stabilität in unserer Familie wären wir nicht da wo wir jetzt sind. Der Eigenantrieb unserer Kinder für das Lernen und Fragen zu stellen ist wieder erwacht. Wenn ich sehe wie sie sich für etwas begeistern, etwas hinterfragen oder sich in einem Spiel völlig verlieren können, dann gibt mir das die innere Gewissheit, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Während unserer DTS gab es immer wieder sehr herausfordernde Momente in denen wir uns fühlten als müssten wir auf rohen Eiern gehen und dürften nicht aussprechen was wir denken. Im Klassenzimmer zu sitzen und belehrt zu werden ist nicht immer einfach, wenn sich ein leichtes Unbehagen bei vielen Aussagen einschleicht. Ich kann nicht sagen, dass ich durch die DTS Gott nähergekommen bin, für mich war es eher ein Festhalten an dem wie ich Gott die letzten Jahre erlebt habe und all die Aussagen, die ich gehört habe zu filtern und das Gute zu behalten. Ich habe viel über mich selbst gelernt und wir haben in dieser Zeit viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennengelernt, viele interessante Gespräche geführt und neue Freundschaften sind entstanden.

Dies führt zu nächsten Frage: Und warum seid ihr dann immer noch in diesem „christliche Kuchen“? Ihr seid jetzt immer noch bei JMEM (Jugend mit einer Mission)? Was habt ihr den für eine Mission?…

Im letzten Dezember habe ich angefangen diesen Text zu schreiben, habe ihn aber nie auf dem Blog veröffentlicht, da ich stecken geblieben bin bei der Frage warum wir immer noch bei YWAM (Jugend mit einer Mission) sind…

Ja, warum sind wir immer noch dabei? Was sind unsere Beweggründe? Dies waren Fragen, die ich mich herumgetrieben haben und mich unter anderem dazu geführt haben unsere Geschichte aufzuschreiben. Es würde mir helfen zu verstehen und vielleicht auch dem einen oder anderen um uns herum helfen nachzuvollziehen wie wir uns von Gott geführt fühlten. Deshalb habe ich seit anfang dieses Jahres überall hin meine alten Tagebücher mitgenommen und bin eingetaucht in die Vergangenheit, in Davids und meine Geschichte. Eine Geschichte in der zwei (drei, vier, fünf, sechs) Menschen den Weg mit Gott gehen, mit allen Höhen und Tiefen, aber immer mit dem Ziel unserem himmlischem Vater näher zu kommen.

Sprüche 4:23

Dieser Vers hat mich (Sue) gestern ganz tief berührt und beim „lettern“ habe ich einmal mehr darüber meditiert. Für mich bedeutet „mein Herz zu beschützen“, mich an Gottes Verheissungen zu klammern, mich aufs Positive zu konzentrieren und mich mit Menschen zu umgeben, die mir vertrauen und denen ich vertrauen kann. Damit meine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen braucht mein Herz diesen Schutzraum. Leben kann nur fliessen, wenn die Quelle (das Herz) beschützt, behütet und genährt wird.

Ich wünsche uns allen geschütze Herzen, damit unsere Träume wachsen können und wenn sie gross genung sind, einfach aus uns herausfliessen um Leben zu bringen.

Hochzeitstag

Heute vor 14 Jahren haben wir geheiratet. Wow!

Ich bin voller Dankbarkeit für die letzten 14 Ehejahre. Für die Menschen, die ein Stück weg mit uns gingen; für diejenigen die uns schon unser ganzes Leben begleitet haben; für diejenigen, die in unser Leben investiert, an uns geglaubt und uns immer wieder Mut gemacht und unterstützt haben. Ein riesengrosses Dankeschön!

Ich bin dankbar für unsere vier wundervollen Kinder, die unser Leben so reich und bunt machen, die uns Löcher in den Bauch fragen und uns immer wieder herausfordern. Ihr seid unbezahlbar, einfach herrlich!

Ich bin dankbar für mein Leben und dass ich es mit einem so wunderbaren Mann teilen darf. Unglaublich was wir schon alles durchgestanden haben… ich bin dankbar für die durchgestandenen Kämpfe, die harten Entscheidungen, die uns alles gekostet haben, die Tränen, die wir vergossen haben und die Prozesse um die wir gemeinsam gerungen haben. Wenn das alles nicht gewesen wäre, wären wir nicht die, die wir heute sind. All die berührenden, atemberaubenden Momente, die uns zu Tränen rührten und wir einander nur einen Blick zuwerfen mussten um zu wissen, dass der andere genauso fühlt. Jedes befreiende Lachen, jedes Grinsen, die unbändige Freude wenn sich alles so „richtig“ anfühlt. All das sind Teile unseres bisherigen Lebens.

Alle Stationen unseres Lebens haben uns näher zueinander geführt und unsere Herzen zusammengeschweisst.

Möge Gott uns noch viele weitere Jahre unseres reichen Lebens schenken, bis wir alt, grau und weise sind.

Ich liebe Dich, du bist die liebe meines Lebens!