„Mutter alles Lebendigen“

“Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Oehr der Nadel gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe. ” Markus 10,25

Was hat Jesus damit sagen wollen? Ist es besonders schwierig für einen reichen Menschen ins Reich Gottes zu kommen? Ist es für einen Armen einfacher? Verständlich, dass die Herumstehenden Jesus fragen, wer dann überhaupt gerettet werden kann, wenn es so schwierig zu sein scheint. Zum Glück weist Jesus kurz darauf auf die Möglichkeiten Gottes hin.

“Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich. ” Markus 10,27

Könnte es sein, dass Jesus darauf hinweist; ins Reich Gottes zu kommen hat nichts mit dem menschlichen Vermögen oder Unvermögen zu tun hat? In der Frage des reichen Mannes schwingt unterschwellig dieser Blickwinkel auf das eigene Vermögen mit: “Was soll ich tun, damit…” ich kriege was ich will? Was muss ich oben reingeben in die Maschine, damit unten mein Wunsch rauskommt? Wie gelange ICH, mit MEINEN Möglichkeiten ins Reich Gottes? Hier auf der Erde kann ich mir fast alles kaufen, was ist der Preis, damit “…ich das ewige Leben ererbe?” Aber was kann man dazu beitragen zum Erbe zu kommen ausser Vatermord begehen? Ja, vielleicht ist es das, was wir Menschen begehen, wenn wir das Ewige Leben zu erlangen versuchen.

Im Abschnitt direkt davor spricht Jesus über die Kinder, denen das Reich Gottes gehört und dass nur hineinkommt, wer es empfängt, wie ein Kind (Markus 10,14+15). Könnte es also sein, dass der Reiche einem Kategorienfehler verfällt, indem er fragt, “was muss ich TUN”. Man kann es ja doch nur empfangen, wie ein Kind.

Im Hebräischen gibt es einen Buchstaben, der “Kamel” bedeutet und einen, der “Nadelöhr” bedeutet. Im deutschen Alphabet haben weder “a” noch “b” eine Bedeutung. Anders ist es im Hebräischen “Alephbeth”. Der zweite Buchstabe »Beth« bedeutet beispielsweise “Haus” und der dritte »Gimmel« bedeutet “Kamel”. In dieser Reihenfolge kommt mit dem Kamel Bewegung und Leben ins Haus.

Der Buchstabe, der “Nadelöhr” bedeutet, ist der 19. und heisst “Kof”. Die Buchstaben vertreten zum Laut und der Bedeutung auch noch einen Zahlenwert. Der Zahlenwert der »Gimmel” ist drei und derjenige der »Kof« ist 100. Auch Zahlenwerte kennen wir im Deutschen nicht mehr, aber im griechischen Alphabet, das im Grundtext des Neuen Testamentes verwendet wurde, sind sie noch vorhanden.

Der Zahlencode der griechischen Buchstaben im Urtext des Wortes für “Kamel” ist 20_1_40_8_30_70_50. Die Summe all dieser Buchstaben ist 219. 219 zerlegt in die kleinst möglichen Teiler ergibt

219 = 3 * 73

Die “Gimmel” ist der 3. hebräische Buchstabe und hat ausgeschrieben, 3_40_30, den Totalwert 73. In der ganzen Bibel gibt es verschiedene Worte mit dem Totalwert 73. Das erste und das letzte im Alten Testament ist “Das Leben”, 5_8_10_10_40. Es kommt in dieser Form 28 mal vor in der ganzen Bibel. Dies erinnert an den ersten Satz der Bibel 1. Mose 1,1 der mit 28 Buchstaben geschrieben wurde, die einen Totalwert von 2701 haben:

2701 = 37·73

Im ganzen Alten Testament gibt es gemäss “Bibel in Text und Zahl” von Paul G. Zint, siehe http://www.zeitundzahl.de, genau

373

Worte mit dem Totalwert 73. In der Anzahl der Vorkommnisse der Worte, die durch ihren Totalwert mit den Worten “Kamel” und “Leben” verbunden sind, ist die <7> von der <3> umhüllt. Friedrich Weinreb sieht in der <7> die ganze Schöpfung vertreten (“Innenwelt des Wortes im Neuen Testament, s. 84”). Das Leben, die <3>, umfasst die ganze Schöpfung, die <7>. Wie das erste und das letzte Wort “das Leben” im Alten Testament alle anderen mit ebenfalls Totalwert 73 umschliesst, so umfasst in der Zahl 373 die »Gimmel« die ganze Schöpfung.

Die <373> “beginnt” mit 37. Der <37> begegnen wir beim Nadelöhr. “das Oehr der Nadel” im griechischen Grundtext wird im Zahlencode 300_8_200 300_100_400_40_1_30_10_1_200 300_8_200 100_1_500_10_4_70_200 geschrieben. Die Summe der Zahlenwerte der Buchstaben dieser vier Worte ist 2983. Die Primfaktorenzerlegung davon ist

2983 = 19·157

Die »Kof« ist der 19. hebräische Buchstaben. 157 ist die 37. Primzahl. Ein Kind kommt durch den Leib der Mutter auf die Erde. Woher aber kommt das Leben im Körper des Kindes? Es kommt von Gott, dem Ursprung allen Lebens. So kommt die <3>, das Leben, durch die Frau in die Schöpfung, den Körper, die Hülle und damit ins Reich Gottes.

Die <3> kommt durch die <19>. Das Wort für “Eva” hat den Totalwert 19: 8_6_5 חוה CWH. Eva bedeutet “Leben”. Sie wird in 1. Mose 3,20 von Adam als “Mutter aller Lebendigen” benannt. Das Wort für “Weiblich” in Hebräisch hat den Totalwert 157: 50_100_2_5 NQBH|eine Frau.

Jesus scheint in diesen Gleichnissen zu sagen, dass man wie ein Kind ins Reich Gottes hineingeboren wird. Es ist einfacher für das Kamel, die <3>, das Leben – und damit auch Jesus selbst, der sich ja als das Leben bezeichnet – durch das Nadelöhr, die <19>, die Eva, das “Weibliche” ins ewige Leben im Reich Gottes hineingeboren zu werden, als dass ein Reicher wieder zur Erkenntnis seines Unvermögens kommt; seines Unvermögens sich ins Ewige, von Gott kommende und in Gott bleibenden Lebens im allumfassenden Reich Gottes hineinzukaufen noch hineinarbeiten zu können.


Weitere Hinweise, dass Jesus in diesem Vers auch auf sein eigenes “hineingeboren werden” und „Neuschöpfung einer neuen Menschheit“ hinweist finden wir in den Zahlen. Der Name “Eva” kommt genau zwei Mal im Alten und zwei Mal im Neuen Testament vor. Im Neuen Testament kommt er in zwei verschiedenen Schreibweisen vor. Im 2. Korintherbrief 11,3 wird er 5_400_1_50 mit dem Totalwert 456 geschrieben. Die Aufteilung in die kleinst möglichen Teiler dieser Zahl, die Zerlegung in ihre Primfaktoren ergibt:

456 = 2·2·2·3·19

Dies kann auch so geschrieben werden:

24 * 19 = (8+8+8) * 19

Wieder kommt die <19> als grösster Teiler in der Primfaktorenzerlegung vor. Die <19> trägt in einer inneliegenden Ebene die <8> in sich, denn sie ist die 8. Pz. So liegt Jesus, das eingeborene Leben, auf der Ebene der Primzahlen dem Namen “Eva” inne. Der Name “Jesus” wird im griechischen 10_8_200_70_400_200 geschrieben mit dem Totalwert 888. Es stehen also 3 Mal die 8 nebeneinander. Auch begegnen wir im Namen Jesus wieder der besonderen Zahl <37>.

888 = 2·2·2·3·37 = 24 * 37 = (8+8+8) * 37

Wie bereits erwähnt kommen im Alten Testament 373 Worte mit dem Totalwert 73 vor. Im Neuen Testament kommen nun 10 weitere griechische Worte mit Totalwert 73 dazu, so dass es in der ganzen Bibel insgesamt

383

sind. Nun steht die <8> zwischen der <3>. Mit Jesus beginnt Gott die Neuschöpfung. Er ist das Fundament (siehe 1. Korinther 3,11). Mit ihm verschiebt sich die Gewichtung auf den 8. Tag, den Sonntag, den Tag der Auferstehung. Zugleich ist der 8te Tag auch wieder der erste der Woche.

Mit der Flut schuf Gott eine neue physische Realität auf der Erde und machte einen Bund mit Noah. Im 8. Kapitel der Bibel geht die Flut zu Ende und Gott spricht:

“Forthin, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und Tag und Nacht. ” 1. Mose 8,22

Diese Neuschöpfung und äussere Ordnung der Erde soll also nun bestehen bleiben. Die Summe aller Zahlenwerte der Buchstaben des 14. Verses in diesem Kapitel haben auch wieder 2701 Totalwert. (Soweit ich weiss, ist es der zweite von 2 Sätzen in der Bibel mit diesem Totalwert.) Doch während der erste Satz der Bibel aus 7 Worten besteht, ist dieser zweite Satz mit dem Totalwert 2701 mit 8 Worten geschrieben. Also auch hier wechselt die 7 zur 8. Es ist der 192. Vers in der Bibel.

192 = 8 * 8 * 3

Zwei Mal steht also schon die 8, aber eine fehlt noch.

8 * 8 * 8 = 512

Im 512. Vers (1. Mose 20,16) bezahlt Abimelech Sara 1000 Silberstücke als Sühnedecke über sein Vergehen Sara zu sich genommen zu haben. So sagt er, ist “in Bezug auf alles die Sache rechtlich geschlichtet “. “1000” ist 1_30_80 geschrieben und lautet »Aleph«. Die »Aleph« ist zugleich der erste Buchstabe des Hebräischen Alephbeths und hat ausgeschrieben den Totalwert

111= 3 * 37

In diesem Vers wird also die <1000> die Sühne für Abimelechs vergehen, wie im Neuen Testament Jesus die Sühnegabe wird für die Vergehen aller Menschen. Die »Aleph« ist der erste Buchstaben mit dem Zahlenwert 1. Sie ist die allübergreifende Einheit, die hier selbst zur Sühnegabe der Rechtfertigung wird. Jesus, die <888>, ist das 8-fache von 111, und wie der 8. Tag auch wieder der erste.

In der ganzen Bibel kommen also 383 Worte mit dem Totalwert 73 vor. 383 ist die 76. Primzahl.

76 = 2 * 2 * 19

Im Alten Testament kommt 2 mal “Eva” mit dem Totalwert 19 vor. Im Neuen Testament kommt 2 mal das Wort “Gott” vor mit dem Totalwert 19, in Matthäus 27,44. Dort geht Jesus durch starke „Geburtsschmerzen“ und fühlt sich von Gott allein gelassen. Er zitiert dabei aus dem 19. Buch der Bibel den ersten Vers im 22. Psalm: “Mein Gott, Mein Gott, warum hast du mich verlassen?” Jesus muss alleine durch diesen engen Geburtskanal des Todes hindurch gehen, um den Weg für uns Menschen zum Ewigen Leben zu eröffnen und den Tod zu überwinden.

Im Psalm 22 wird “Gott” 1_30_10 mit dem Totalwert 41 geschrieben, während in Matthäus 27 “Eli” aus den Worten Jesu in “Eli, Eli lama sabachtami” mit dem Zifferncode 8_30_10 geschrieben wird. Die <1> vorne wird also zu einer <8>. In der griechischen Uebersetzung dieser Worte Jesu, steht dann für Gott “tee” 9_5_5 mit dem Totalwert 19.

Gott sei Dank spricht Gott selbst Jesus im Psalm 22 auch wieder Trost zu, dass er in diesem Schmerz sein Angesicht nicht von ihm abwenden wird sondern ihn erhören wird:

“Denn nicht verachtet hat er, noch verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er. ” (Ps. 22,24)

Vater kommt

Der erste Satz der biblischen Schrift ist der erste in sich abgeschlossene Schöpfungsbericht und schlägt zugleich den Bogen über die ganze Geschichte, Vergangenheit bis Zukunft:

1. Buch Moses 1,1 “Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.”

im Anfang בראשׁית BRASJT 2_200_1_300_10_400 913
schuf ברא BRA 2_200_1 203
Gott אלהימ ALHJM 1_30_5_10_40 86
** את AT 1_400 401
die Himmel השׁמימ HSMJM 5_300_40_10_40 395
und** ואת WAT 6_1_400 407
die Erde. הארצ HARß 5_1_200_90 296

Jeder Buchstabe im Hebräischen Alphabet ist gleichzeitig eine Zahl (siehe dazu Tabelle Hebräisches Alphabet.) Alle 28 Buchstaben des ersten Schöpfungsberichts ergeben zusammengezählt einen Totalwert von 2701. Die kleinsten Zahlen, die man nehmen kann um 2701 als Malrechnung darstellen zu können sind 37 * 73 = 2701. (Siehe dazu auch die Arbeit von Paul Gerhard Zint zu den Zahlen, insbesondere Lektionen 15-22) Fügt man diese beiden Zahlen zusammen erhält man:

37 + 73 = 110

Joseph, der Sohn Jakobs, wird 110 Jahre alt. Als er vor den Pharaoh kommt ist er 30 Jahre alt (1. Moses 41,46). Danach bereitet er sich während sieben, fruchtreichen Jahren auf die kommende Dürre vor. Im Alter von 37 Jahre wird er dann als Retter vieler Nationen wahrgenommen. Die Dürre bricht aus, ganz viele Menschen aus Ägypten und vielen anderen Ländern kommen zu ihm und er rettet ihnen dank seinen Vorkehrungen während der fruchtbaren Jahren das Leben. Dannach lebt er noch 73 Jahre weiter und stirbt im Alter von 110 Jahren.

Paul Gerhard Zint weist auf die Besonderheit der beiden Zahlen hinsichtlich ihrem Zusammenhang mit den Primzahlen hin. Eine Primzahl ist eine Zahl, die nur durch 1 und sich selber ohne Rest teilbar ist. Die 2 ist die erste Primzahl, die 3 die zweite, 5 die dritte usw. Die Zahl 37 ist die 12. Primzahl. 73 ist die 21. Primzahl. Wiederum zusammengefügt ergeben die zwei Zahlen:

12 + 21 = 33

Dies ist das Lebensalter von Jesus bei seinem Tod und seiner Auferstehung. Mit diesem Alter sagt er am Kreuz: „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30). Doch auch die Aufteilung der Zahl 33 in 12 und 21 ist mehrschichtig bedeutsam. Als Jesus 12 Jahre alt war (Lukas 2,42) ging er mit seinen Eltern in den Tempel. Dort beeindruckte er die Schriftgelehrten mit seinem Verständnis und seinen Antworten:

Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes; und als sie die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück, und seine Eltern wussten es nicht. … Und es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.

Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.

Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.

Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ (Lukas 2,42-43 und 46-49, ELB)

In der Geschichte von Joseph weist die Aufteilung in 37 und 73 auf den Moment hin, in dem Jospeh zum Ernährer der Nationen wird. Er versorgt die Nationen mit Brot. Wie auch die Zahl 33 noch eine Stück verborgener liegt, wir eine Tür weiter hinein gehen müssen, so geht es auch bei Jesus um eine Nahrung, die tiefer innen verdaut wird. Jesus spricht davon er müsse in dem sein, was seines Vaters ist. Damit meint er das Wort, das von Gott kommt. Er braucht diese innere Nahrung. Es findet eine Ablösung statt. Jesus löst sich ab von seinem äusseren Ernährer, Joseph, der als sein Vater angesehen wurde und wendet sich seinem himmlischen Vater zu.

Jesus lebt nach diesem Ereignis im Tempel noch 21 Jahre bis zu seinem Tod und seiner Auferstehung. Seine Eltern verstehen ihn hier noch nicht, aber Jesus bezeichnet Gott als seinen Vater. Vater schreibt man auf Hebräisch 1_2 Aleph_Beth und kommt 2_1 Beth_Aleph.

1_2 »Vater« 2_1 »kommt«

Mit dem Leben von Jesus kommt Gott zu uns. In diesen Buchstaben und Worten birgt sich die ganze Geschichte:

  1. Gott wird Vater: Aus der 1 wird eine 2. Die Zellteilung beginnt.
  2. Nach abgeschlossener Zellteilung kommt alles wieder zurück in die Einheit. Es ist ein Körper entstanden, der mit dem Kopf, dem steuernden Bewusstsein, trotz der Millionen von Zellen wieder eine Einheit, ein Körper unter einer Führung wird.

Paulus sagt in 1Co 15:28 „Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.“

Der Vater kommt zu uns. Jesus spricht an mehreren Stellen vom Reich Gottes, das zu uns kommt. Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung Kapitel 22, Vers 1-4, sieht Johannes die Goldene Stadt und darin steht der Thron Gottes und der des Lammes. Gott lebt und regiert inmitten der Menschen. Von seinem Regierungssitz gehen Ströme des Lebens hinaus und an ihrem Ufer wächst der Baum des Lebens, dessen Blätter zur Heilung der Nationen dient.

Ein kleiner Einblick

Heute durften wir eine kurze Message weitergeben an unsere KlassenkollegInnen. Um einen kleinen Einblick in unsere Tätigkeit zu gewähren, schreibe ich hier die Boschaft auf Deutsch nieder. In den nächsten sechs Woche werden wir mit einem kleinen Team aus der Bibelschule einiges was wir gelernt haben weitergeben, zum Teil auf virtuellem Weg, beispielsweise an Gruppen im Kosovo und in Griechenland, und zum Teil wohl direkt an Menschen in den Niederlanden.

Aber hier nun meine Gedanken von heute:

Wovon spricht folgender Text? Was denkst Du?

„X ist der Teil von uns, der darüber richtet, wie moralisch korrekt unsere eigenen Handlungen sind und der uns das Gefühl gibt, schuldig zu sein bezüglich schlechten Dingen, die wir getan haben oder denen gegenüber wir uns veratwortlich fühlen.“

Ja, genau, unser Gewissen. Es ist die Definition des Begriffs „Gewissen“ aus dem Cambridge Dictionary.

Auch Paulus im Römerbrief schreibt über das Gewissen: „welche das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, indem ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen“ (Elberfelder 1905, Römer 2, 15)

Warum sprechen beide Beschreibungen vom Werk des Gesetzes und moralischen Handlungen und nicht einfach nur vom Gesetz oder der Moral?

Einige Menschen mit spiritistischer Weltanschauung glauben, dass auch in Steinen ein Bewusstsein, ein Geist, Gott, ist. Auch wenn das so wäre, bräuchten die Steine kein Gewissen, denn sie können nicht handeln. Steine können weder gutes noch schleches Tun. Deshalb liegt das Gewicht in beiden Zitaten auf der Handlung, dem Werk.

Ist nun aber unser Gewissen, unser moralisches Empfinden, durch die Evolution aus zufälligen Prozessen gebildet worden, oder wurde es uns von Gott eingegeben? Auf der einen Seite ist es schwer zu glauben, dass aus toter Materie ein lebendes Wesen mit einem Gewissen aus zufälligen Prozessen entsteht. Eine einfache, lebende Zelle enthält 42 Millionen Protein Moleküle. Diese funktioniert wie eine perfekt organisierte Fabrik mit hochkomplexen Abläufen und ist doch erst eine einfache lebende Zelle. Dass diese 42 Millionen Moleküle per Zufall perfekt zusammenfallen, so als würde man 42 Millionen Steine aufwerfen und hoffen, dass sie eine perfekte Skulptur bilden, das fällt schon sehr schwer zu glauben.

James Tour ist einer der führenden Chemiker weltweit. Er gibt zu dieser Wahrscheinlichkeit kompetente Einschätzungen. Ich bin der Überzeugung, dass das Gewissen bewusst von Gott in uns hineingelegt wurde und nicht zufällig entstanden ist.

Andererseits scheint sich unser moralisches Empfinen seit Cain und Abel, Abraham und Isaak, seit Jakob und Esau, dem Volk Israel, kurz gesagt seit den Zeiten des alten Testaments schon entwickelt und verfeinert zu haben. Wie wurde diese Entwicklung gesteuert? Nun, ich denke zum einen durch diesen moralischen Kompass in unserem Inneren, der uns auf unmoralisches Handeln hinweist; unserem Gewissen.

Das Gewissen ist wie der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, den Gott in den Garten Eden gepflanzt hatte; Er ist eingepflanzt in unsere Herzen. Zum Einen dient es uns als Kompass zum Anderen aber klagt es uns an, wenn wir unmoralisch Handeln. Davon reden beide Definitionen; „die Gedanken klagen an“ oder „gibt uns das Gefühl schuldig zu sein.“

Wohin wenden wir uns, wenn unser Gewissen uns verdammt? Selbstanklage führt zu Scham und Scham führt zu einen Scham-Verwaltungs-System. Dieses könnte dann etwa so klingen:

  • Zum Glück habe ich in meinem Leben mehr Gutes als Schlechtes gemacht.
  • Also immerhin bin ich noch besser als dieser dort.
  • Dafür habe ich gebüsst mit meinem Dienst an den Armen.

Diese Systeme, die wir uns zu Recht legen, führen nur zur Verdamnis von uns selber oder/und Anderen. Sie sind letzlich destruktiv.

Jesus hat uns ein für alle Mal von jeglichem solchen Verwaltungs-System befreit. Für die Juden, die unter dem Gesetz von Moses standen ist, wurde er zum letzten, umfänglichen, unschuldigen Opfer-Lamm. Zu den Menschen der anderen Nationen sagt er: „Du bist mein geliebtes Kind. Ich nehme Dich an so wie Du bist. Wenn ich Dich annehme, warum verdammst Du Dich selbst? Schliesslich habe ich diesen moralischen Kompass, das Gewissen, in Dich hinein gelegt.“

Ist also das Gewissen schlecht und sollen wir es einfach ignorieren? Nein, keineswegs. Denn es gibt uns durchaus wertvolle Impulse. Aber entscheidend ist, wie wir darauf reagieren; schalten wir auf Anklage oder lassen wir uns von Papa Gott annehmen?

Gott sagt zu Kain: „Ist es nicht so: Wenn du gut handelst, kannst du frei aufblicken. Wenn du aber nicht gut handelst, lauert die Sünde an der Tür, und nach dir steht ihre Begier, du aber sollst Herr werden über sie.“ (Zürcher Bibel, 1. Mose 4,7) Wie aber werden wir Herr über die Versuchung auf Anklage zu schalten? In dem wir die Annahme Gottes durch das Versprechen von Jesus akzeptieren.

Meine Schlussfolgerung ist also: Klage Dich nicht selber an. Gott tut es nicht, warum solltest also Du es tun? Klage auch niemanden anderes an. Gott hat sie angenommen, welches Recht hast Du über sie zu richten?

Wenn Du das nächste Mal einen Hinweis von deinem Gewissen erhälst, dass Du eine Situation nicht so toll gemeistert hast, dann wende Dich zu Jesus, der Dich zur Annahme von Vater Gott führt und lass dich von ihm umarmen und heilen. Er gibt Dir vom Baum des Lebens zu essen.

 

 

Salz

Jesus sagt:

Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. (Math. 5,13 Bibelausgabe auf zeitundzahl.de)

Vor ein paar Tagen wachte ich um 5.13 Uhr auf. Also las ich in Matthäus 5.13. Diese Stelle sprach stark zu mir. „Ohne Salz wären die Zellen nicht lebensfähig, die Organe würden nicht funktionieren und der Wasserhaushalt geriete aus dem Lot.“ steht in einem Artikel auf welt.de. Das Salz spielt also eine ungemein wichtige Rolle im Körper.

Ich glaube Jesus spricht hier auch von der Rolle der Menschen in der Schöpfung. Wir sind dieses überlebenswichtige Element in der Schöpfung. Ohne Noah, der die Tierarten und den Menschen als Art rettete, gäbe es einen wichtigen Teil der Schöpfung nicht mehr.

Eine Funktion des Salzes im Körper stach besonders heraus für mich: Das Salz leitet Nervenimpulse weiter. Tom Wright spricht von uns Menschen als dem Spiegel der mit 45 Grad auf der Erde steht. Der Mensch leitet die Herrlichkeit Gottes als Ebenbild Gottes hinein in die Schöpfung und er leitet die Anbetung der Schöpfung zurück zu Gott.

Wir Menschen haben also diese Funktion die Impulse vom zentralen Nervensystem hin zu den Organen, die in Berührung mit der Aussenwelt stehen, zu leiten, aber auch wieder Informationen von „Aussen“ zurück zu führen.

Wenn wir als Menschen diese Funktion nicht mehr ausüben, dann üben wir die Funktion zu dessen Zweck wir erschaffen wurden nicht mehr aus. Aus Gottes Sicht sind wir verloren. Er hat uns seinen eigen lebendigen Atem in unsere Körper eingehaucht, damit wir diese Kommunikation mit ihm aufrecht erhalten. Wenn wir jedoch unseren Schöpfer vergessen oder nicht einmal an seine Existenz glauben, dann sind wir aus Sicht des himmlischen Vaters und Schöpfers verloren gegangen.

Der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15) antwortet nicht einmal auf die Rede vom Sohn bezüglich seiner begangenen Sünden. Die begangenen Sünden scheinen der Hauptfokus zu ein für den Sohn. Für den Vater aber, war er tot und ist jetzt wieder lebendig, er war verloren und ist wiedergefunden.

 

1. Korintherbrief

Diese Woche lasen wir den Brief an die Korinther. Vieles fand ich super spannend. Doch seine Einstellung zu den Frauen konnte ich nicht einordnen und hat mich abgestossen. Heute bin ich auf diesen Text gestossen und fand ihn sehr hilfreich und einleuchtend:

Macho-oder-frauenfoerderer-paulus-und-die-gleichberechtigung

Ähnlich wie den Frauen aus einem rechtlosen Zustand durch das Gesetz von Moses   Rechte zugesprochen wurden, so behandelte auch Paulus die Frauen in einer gleichberechtigenden Art und Weise, die seiner Zeit weit voraus war.

1-4

…….1           Urwille

…..1  1         macht sich sichtbar.

1  1  1       Urwille pflanzt sich ein in das Sichtbare.

1   1   1   1   Eingepflanzter Urwille pflanzt sich selber fort.

in weiteren Worten:

…….1           Gott, der Schöpfer

…..1  1         wird sichtbar durch die Schöpfung.

1  1  1       Gott atmet dem menschlichen Körper seinen lebenschaffenden Atem ein.

1   1   1   1   Durch die Frau erhält der Mann (und damit auch Gott) die Möglichkeit seinen lebenschaffenden Atem zu vermehren. Die Frau könnte als Schlusspunkt der Schöpfung gesehen werden. Sie umrahmt Gott:

…….1           Auf allen Seiten des Dreiecks ergeben die Zahlen zusammengezählt 4.

…..1  1

1  1  1       Gott… 

1   1   1   1   …wird rundherum von der 4 umhüllt.

noch in weiteren Worten:

…….1           Gott, der Urgeist

…..1  1         spricht und wird sichtbar, zum Bsp. in den lebendigen Wesen

1  1  1       Die unsichtbare Realität, der Himmel, kommt im Menschen ins Sichtbare

1   1   1   1   Durch Zellteilung (die 4 ist die erste Zahl, die sich teilen lasst in 2 + 2 Teile) vermehrt sich der Himmel auf Erden.

Kurzfassung:

…….1           steht für Gott

…..1  1         2 steht für Erschaffen/Schöpfung

1  1  1       3 Himmel und Mann

1   1   1   1   4 Erde und Frau

Die Vollkommenheit kommt durch die 3 + 4, Himmel und Erde, Mann und Frau = 7

Der erste Satz in der Bibel enthält im hebräischen Urtext 7 Worte:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Gottes Körper

Wir Menschen sind nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Diese Tatsache verleiht uns eine angeborene Menschenwürde. Diese wird benötigt als konzeptionelle Grundlage für die Menschenrechte, die jedem einzelnen Menschen angeborene Würde und Gleichheit zusichern.

Die zugrundeliegende Idee kommt aus der Bibel: „Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei,…“ (Genesis 1,26) Wir sind als ein Bildnis von Gott geschaffen, nach seiner Gestalt entworfen. Wir haben diesen göttlichen Aspekt, der uns Würde verleiht.

Die biblische Weltanschauung verbindet als einzige innere und äussere Realität, Geist und Körper. Sie reduziert unser Dasein nicht auf eine der beiden Seiten und verleiht uns so diese angeborene Würde.

Als Menschen sind wir Körper, Seele und Geist. Geist ist unser Bewusstsein, das unsere Emotionen und Gedanken, wie von aussen betrachten kann. Die Seele sind unsere Gefühle und Erinnerungen, die wir hier in unserem Erleben sammeln. Und der Körper ist das Werkzeug, wie unser Geist der Seele Ausdruck verleihen kann.

Gott ist Geist, steht in Johannes 4, 24. Und man könnte vielleicht sagen, dass Gott in Jesus Gefühle und Erinnerungen erlebt hat. Aber was ist Gottes Körper. Könnten wir das Universum als Ganzes als Gottes Körper sehen?

Wir sind zwar unser Körper, aber irgendwie ist es genauso richtig zu sagen, wir sind in unserem Körper. Könnte das nicht auch für Gott zählen. Er ist Materie, aber er ist genauso einfach in der Materie. Materie gibt seinem Geist eine Ausdrucksmöglichkeit.

Zoe, das unerschaffene, ewige Leben in uns, wird auch weitergehen, wenn wir sterben. So ist auch Gott ausserhalb der Schöpfung und unerschaffen.

Dies sind keine abschliessenden Schlussfolgerungen, sondern ein Teilen von meinen Gedanken. Gerne darfst Du Deine Gedanken dazu in einem Kommentar auch einfliessen lassen.

Lukas 10

Vor zwei Wochen war die Schriftlesung im Gottesdienst über Lukas 10. Es war der Tag vor Aufbruch nach England und Norwegen. Die Bibelstelle erzählt über die Aussendung der 70 Jünger in Zweier-Teams.

Die Stelle sprach wortwörtlich zu mir. Einmal mehr gingen wir los ohne volle Vorratstaschen und im vollen Vertrauen in Gottes Versorgung. Durch meine schweizerisch, christliche Prägung sah ich diesen Vers in Lukas 10 oft als eine klare Aufforderung zu arbeiten, um so für meine Familie Brot zu erhalten:

„In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ Ich empfand die Interpretation dieser Stelle oft so: „Wer arbeitet ist seines Lohnes Wert, aber wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.“

Und da in unserer Kultur Arbeit oft gleichgesetzt wird mit einen Job haben, Geld verdienen, hatte ich bisher nie den Frieden unsere gemeinnützigen Tätigkeiten als Arbeit im geläufigen Sinne zu deklarieren und entsprechen dafür Partnerschaftsbeiträge zu erhalten.

Wir hatten die letzten Jahre viel Zeit und Geld investiert in gemeinnützige Projekte. Und wir sind enorm dankbar für einige, grosszügige Freunde, die uns bereits als mentale und finanzielle Partner zur Seite standen. Aber in meinem Kopf konnte ich diese unterstützenden Beiträge noch nicht vollständig akzeptieren, einordnen und umarmen.

Doch an diesem Sonntag sah ich auf einmal, was ich glaube, was Jesus hier eigentlich kommuniziert. Er sagt: Wenn ihr von mir gesandt werdet, dann müsst ihr euch nicht vorgängig alles, was ihr an Verpflegung, Kleidung usw. braucht erarbeiten und im Voraus sammeln, um euch selber tragen zu können während dieser Zeit. Denn wenn ihr für mich unterwegs seid, um meine Ankunft zu verkünden, dann arbeitet ihr. Ich bin eurer Arbeitgeber und sollt dafür entlöhnt werden.

Diese Einsicht war so ermutigend und erfrischend. Hier noch die ganze Stelle aus Lukas 10: https://ngue.info/bibel/NGUE/LUK.10/Lukas-10